Posts mit dem Label #plasticfreejuly werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label #plasticfreejuly werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

16. Juli 2020

#plasticfreejuly ...h wie häkelnetz und andere tütenalternativen

die gemeine plastiktüte ist bäbä! das haben wir in der diskussion über den klimawandel als allererstes gelernt. die stattdessen verkaufte papiertüte aber auch suboptimal. sie ist ebenfalls ein nahezu einmalprodukt, doch auch für ihre herstellung werden ressourcen benötigt. und was nehmen wir stattdessen... ?

omas jutebeutel… wäre doch eine gute idee. bei uns in der schublade liegen bereits einige. fehler erkannt... in der Schublade. besser liegen sie natürlich in der handtasche, im Auto, der jackentasche oder was wir sonst beim einkaufen dabei haben. mein lieblingsbeutel ist schwarz, das geschenk von einer guten Freundin und trägt den aufdruck "less is more" von mies van der rohe... passt irgendwie zum thema.

auch gerne genutzt ein häkelnetz... ja, noch mehr oma-style... die wussten halt was gut ist. wobei ich zugeben muss meine oma nie mit häkelnetz gesehen zu haben. meines ist selbstgemacht. wer irgendein stabiles garn (in meinem fall küchengarn aus einem französischen supermarkt im urlaub) und etwas zeit mitbringt, kann das selbst ohne profi-häkel-kenntnisse.
vorteil von lieblingsstücken mit persönlichem bezug… man verliert sie nicht so leicht, weil man viel besser darauf acht gibt. zu fuß und mit dem einkaufsrad nutze ich total gerne meine gebraucht gekaufte korbtasche. da geht viel rein... sie passt zum sommer und ist wie die beiden zuvor genannten varianten sogar plastikfrei.
wenn ich mit dem auto unterwegs bin benutze ich am liebsten die goßen weißen ikea-kunststoffkisten. sie dienen bei uns als wäschekörbe oder aufbewahrungsboxen und passen sonst auch ganz hervorragend in den einkaufswagen. auch für das meist sandige solawi-gemüse sind sie ideal. kurz mit wasser ausspülen und sie sind wie neu.

natürlich lassen sich genau so gut ein rucksack, fahrradpacktaschen oder ein korb verwenden. wenn es doch so einfach ist... warum schreibe ich dann darüber. weil es auch bei mir einen Moment gebraucht hat. weil ich am anfang einfach papier statt Plastiktüten gekauft habe... weil es erst nach und nach geklappt hat die option des tütenkaufs erst gar nicht mehr in betracht zu ziehen. geholfen hat mir dabei zu sehen, dass andere das ja auch tun... und die suche nach den für mich am besten funktionierenden lieblingslösungen.






15. Juli 2020

#plasticfreejuly ...m wie milchprodukte

am besten wäre es die milch beim kälbchen und damit bei der kuh zu belassen. keine frage. zwischendurch immer mal mit ersatz experimentiert. mandelmilch- und joghurt, reismilch oder kokosjohurt… kann man alles essen. schmeckt mir aber ehrlich gesagt nicht. gerne schraube ich meinen fleischkonsum auf ein minimum zurück... bei der milch würde ich es aber gerne belassen. 

die milch aber auch joghurt, sahne und créme fraiche lassen sich problemlos in pfandflasche bzw. -glas kaufen. feta gibt's beim internationalen supermarkt um die ecke problemlos in die mitgebrachte dose... über was also hier noch schreiben? 

die verpackung das eine... die herstellung und die transportwege das andere. berchtesgardener weidemilch ist etwas feines... bis ins rhein-main gebiet ist diese aber eine ganze weile unterwegs. noch dazu in glas ergibt das keine besonders prickelnde ökobilanz. daher gilt es eine regionale alternative zu finden. die regionale milch aus´m supermarkt in pfandflaschen legt nur etwa ein zehntel der strecke zurück. 

besser in der bilanz ist da nur noch der bauernhof um die ecke. 4 km einfache strecke. mit dem einkaufsrad hin und zurück inkl. milch an der milchtankstelle zapfen keine stunde. 

daraus joghurt und frischkäse zu machen ist nicht schwer. nur ein bisschen zeit sollte man mitbringen. das erhitzen der milch mach ohnehin sinn, da bakterien so bekämpft und die haltbarkeit verlängert wird. das joghurt machen hat auch schon einmal überhaupt nicht funktioniert. wie bei vielem anderen auch lohnte sich aber der zweite anlauf. 
der frischkäse lässt sich natürlich genau so gut aus gekauftem herstellen. bei verwendung von zehn prozentigem griechichen joghurt soll er besonders cremig werden. 

für mich sind ein paar aha effekte dabei. es ist alles einfacher als gedacht... braucht aber zeit. erhitzen, abkühlen, festwerden lassen, abtopfen lassen... und es braucht einen halben liter milch für ein gläschen frischkäse. und wenn ich auch weiterhin die milch nicht allein beim kälbchen lassen möchte, wird einem so doch bewusst wie viel aufwand in etwas steckt, was wir sonst für ein paar cent irgendwo kaufen und früher auch einfach weggeworfen haben, wenn das haltbarkeitsdatum abgelaufen war. 

das passiert bei selbst erstrampelter milch sicher nicht. wenn die tour am sonntagabend auch als wunderbarer sommermoment in erinnerung bleiben wird. 

14. Juli 2020

#plastikfreejuly ...k wie küchenutensilien

hand auf´s herz... wie viele dinge habt ihr für die küche schon gekauft nur um sie irgendwann wieder zu mülltonne zu tragen? der angeblich hitzefeste kunststoff pfannenwender, der sich im vorderen bereich irgendwann aufzulösen beginnt und kleine teile verliert? die zerbrochene plastikzange? der messergriff, der sich mit zeit löst und abfällt... ist ja nicht schlimm, kostet ja nicht viel und der kaffeeröster hat sicher die tage mal wieder einen neuen schäler im angebot.
stimmt... so lange unsere entscheidungen nur auf basis finanzieller rahmenbedingungen getroffen werden... und selbst dann gilt es genauer hinzuschauen. die Zange die seit jahren verwendung in der küche findet ist aus edelstahl und ein design von wilhelm wagenfeld. ja... jetzt dreht sie uns wieder so einen nobelkram an. nein, eben nicht. die zange hat mir meine mutter irgendwann in die hand gedrückt, brauchte sie nicht mehr. kostete mich keinen cent, ist in benutzung mindestens seit meiner kindheit... egal was sie mal gekostet hat, der gegenwert ist lange wieder drin. heute ist sie für etwa 15 euro in den kleinanzeigen zu finden. plastikfrei, hält vermutlich ein leben lang.

natürlich kann man beim möbelschneden schnell und billig an einen schneebesen kommen... ab 99 cent. doch wie lange hält der? den rührblitz von wmf verwende ich seit dem studium, sieht aus wie neu, in den kleinanzeigen findet man ihn ab 12 euro aufwärts. macht jetzt schon weniger als einen euro im jahr.

von meiner oma habe ich noch einen edelstahl-pfannenwender... mit jedem zur hand nehmen stelle ich mir die frage wie viele jahre der wohl schon auf dem buckel hat. einziger nachteil... er verkratzt im zweifelsfall andere oberflächen.

für alles empfindliche ideal, der holzpfannenwender... ist hitzebeständig genug für die pfanne... kommt bei uns sogar in die spülmaschine. und wenn er mal nix mehr ist, geht er auf den kompost.

vermutlich würde ich endlos weitere dinge finden. egal ob neu oder geerbt... plastik ist wenig hitzebeständig, gilt als potentiell krebserregend und sollte daher besser nicht im zusammenhang von hitze und essenszubereitung verwendet werden. empfehlungen sprechen sich in diesem fall sogar tatsächlich dafür aus z.b. plastikpfannenwender direkt zu ersetzen und zu entsorgen und nicht mehr weiter zu nutzen bis sie den geist aufgeben. müllreduzieren hin oder her... an der stelle steht der gesundheitliche aspekt im vordergrund.

13. Juli 2020

#plasticfreejuly ... f wie füller und andere schreibwaren

dem papierlosen büro komme ich dank coronabedingtem home-office mit nicht installierbarem drucker in den letzten wochen erheblich näher. nach gefühlt acht wochen wurde mir aber klar, dass trotz all der tollen tools für gemeinsames digitales arbeiten etwas fehlte.
mit stift und papier kann ich einfach besser denken... kleine entwürfe für powerpoint-folien, mindmaps als besprechungsmitschriften, kleine cartoonfiguren, die in all zu langatmigen besprechungen entstehen. für all das braucht es papier und vor allem einen stift. meinen füller hatte ich zum glück ebenfalls aus dem büro mitgenommen. einen füller…?
vor 1 1/2 jahren hatte ich hier auf dem blog von dem versuch berichtet mit füller, tintenfass und -converter die bis dahin genutzten einweg tintenroller zu ersetzen. das hat funktioniert... ziemlich gut sogar. fineliner verwende ich gar nicht mehr. den  füller beinahe täglich. 
nur an eines hatte ich nicht gedacht... zum füller auch das tintenfass einzupacken. der füller leer, das kaufhaus im nachbarort geschlossen... online kaufen ja oder nein? letztendlich hätte ich viel lieber der wenigen existierenden schreibwarenläden mit meinem kauf beglückt, aber manchmal lässt sich das nicht ändern. meiner arbeit hat es gut getan, wieder mehr mit den fingern zu denken... alles wird die schöne neue digitaliserte welt dann doch nicht ersetzen können.
füller sind nicht die einzigen "schreibwaren", die es zum nachfüllen gibt... für die von architekten und grafikern gerne genutzten copic-marker gibt es nachfüller in 275 farben. die sind zwar auch aus plastik, ersparen aber den neukauf der gar nicht so günstigen marker.
über einen online zeichenkurs wurde ich darauf aufmerksam, dass es brush-liner des japanischen herstellers pentel auch mit patronen gibt.
wie bei vielem lohnt sich auch hier die suche nach wieder verwendbarem.

7. Juli 2020

#plasticfreejuly ...e wie eierbox

die eierbox bringt mich in einen konflikt... sie passt nämlich nur bedingt in den #plasticfreejuly. sie ist nämlich aus plastik... gekauft habe ich sie trotzdem. nach langer überlegung habe ich mich dann doch dafür entschieden.

aber von vorne... was ist eigentlich eine eierbox? eine eierbox ist eine eierpackung aus plastik. klingt erst mal unsinnig, gibt es eier doch längst in pappverpackungen zu kaufen. macht bei einer packung die woche (mal eine 6er mal eine 10er) zweiundfünfzig packungen im jahr. wenn wir uns den stapel mal vor augen führen ist das gar nicht so wenig. zweiundfünfzig eierschachteln die hergestellt, zum betrieb transportiert, dem recycling wieder zugeführt und verarbeitet werden müssen.
dabei kann man eier doch meist auch lose kaufen. dafür lässt sich natürlich auch die alte verpackung verwenden. aus hygienischen gründen (salmonellen befinden sich meist an der außenseite der eier), sollte man allerdings nicht zuuuu lange die gleiche verpackung verwenden.
außerdem bietet die eierbox noch einen vorteil. egal ob in rucksack oder einkaufstasche, auf dem rad oder zu fuß... unterwegs geht kein ei mehr kaputt.

einziger nachteil...sie ist immernoch aus plastik. auf dem gebrauchtmarkt gibt´s dazu einiges... eventuell empfiehlt es sich aber vorher mal die bewertungen anzuschauen. nicht alle dosen nehmen alle größen auf oder schließen richtig. das kann auf´m rad dann doof werden. ich habe meine im supermarkt neben den eiern gefunden, für gut befunden und einfach mitgenommen.

sollte jemand eine noch bessere idee haben... nur her damit. der vorschlag gar keine eier zu essen allerdings ausgenommen. habe ich gründlich betrachtet, mich aber dagegen entschieden.

so der urspüngliche beitrag… und dann sind da die blogbeiträge, die sich selbst überholen bevor sie überhaupt veröffentlicht sind.
die eierbox ist mir aus dem kühlschrank entgegen gefallen... leer. es schien nichts passiert. bis ich bei der nächsten benutzung erkennen musste, dass die verbindung deckel zu unterteil zwei deutliche risse hat. funktioniert noch... aber vermutlich nicht mehr lange.
und da sind wir wieder an dem punkt, warum plastik halt doch nichts taugt. und so begebe ich mich erneut auf die suche nach einer dose. die eier sicher auf dem rad transportiert, in den kühlschrank kann, leicht zu reinigen ist... und stürze aus dem kühlschrank überlebt.

3. Juli 2020

#plasticfreejuly ... c wie corona

dieser blöde virus hat uns schwer im griff. sind der größte teil meines umfeldes und ich zwar gesundheitlich nicht betroffen gewesen, sind die auswirkungen der krise doch immernoch zu spüren.

im märz habe ich mich geweigert mich der hamsterkauf mentalität anzuschließen. über den solawi-anteil war eine gemüsegrundversorgung gesichert. alle vorhergegangenen aktivitäten zum bewussteren umgang mit nahrungsmitteln hatten mich gelehrt, dass man aus ganz schön wenig ganz schön viel machen kann. … und trotzdem waren die auswirkungen zu spüren.

doppelt so viele mahlzeiten die am tag zubereitet werden mussten, mittags essen wir sonst in der kantine und der versuch so selten wie möglich in so wenig wie möglich geschäfte zu gehen beeinflussten das einkaufsverhalten stark.

ein glück, dass sich die heftigste phase mit der spargel/erdbeersaison deckte. was man an so einem spargelwagen alles kaufen kann (salat, kartoffeln, zitronen, eier)... schnell wurden die wägelchen zum ersatzsupermarkt. an der frischen luft, unverpackt... was will ich mehr.
anfangs auch noch sehr angenehm die besuche bei metzger und gemüseladen. in besucherarmen einkaufsrandzeiten waren abstand und infektionsrisiko kein thema. samstags dort etwas zu bekommen auf grund der schlangen fast undenkbar.


für alles andere sah es eher düster aus. gerne gebe ich mehr geld für nahrung aus... wenn dieses auch beim erzeuger ankommt. gefühlt schraubten die supermärkte mit beginn der hamsterkäufe stark an der preisschraube... die nachfrage regelt dem preis, ist mir klar, nervt trotzdem. außerdem spielte das "wie geht ein eschäft mit dem potentiellen infektionsrisiko um" für mich durchaus eine rolle. und so fand ich mich immer öfter beim discounter wieder. nicht zu voll, klare corona-regeln, die ersten mit abstandsmarkern in der kassenschlange, an die sich sogar gehalten wird. in dieser hinsicht vorbildlich. das bio sortiment mittlerweile auch ziemlich ausgeprägt, aber leider aber auch sehr plastik- oder einweglastig.

jetzt wo das infektionsrisiko abnimmt, gilt es das zuletzt antrainierte erneut zu prüfen. der tetra-pack milch, weil das den gang in den zweiten laden spart? oder macht der umweg nicht doch sinn? meine einkaufsroutine war nie durchoptimiert. sicher lässt sich daran noch was drehen. was bleiben wird ist das gute gefühl auch mit leerem kühlschrank nicht zu verhungern.

und... einwegmasken sind super. gerade für alle, die im medizinischen bereich unterwegs sind. bei allen anderen verursachen sie, leider, völlig unnötigen müll. stoffmasken gibt, wenn man sie nicht selber nähen kann oder will, für ganz kleines geld in supermarkt und drogerie. regelmäßig in die waschmaschine und das ding ist wie neu. spart jede menge müll, auch plastik und sollte im #plasticfreejuly eigentlich selbstverständlich sein.


2. Juli 2020

#plasticfreejuly ...b wie bratpfanne

wie kommst sie denn jetzt da drauf uns ausgerechnet etwas zum thema bratpfannen erzählen zu wollen? weil ich versprochen hatte ecken auszuputzen... und weil b wie becher (2018) und b wie blogger (2019) bereits dran waren. kleine anekdote am rande, ich habe es tatsächlich geschafft immernoch keinen neuen togo-becher zu kaufen. 

aber zurück zur pfanne. plastik bzw. kunststoffe stecken nicht nur in folien und anderen einmalverpackungen, die sich dazu bei passenden entsorgung auch ganz passabel recyceln ließen. plastik steck in sooooo vielen anderen dingen. z.b. in pfannen. im griff... aber auch in der ach so fett sparenden antihaft beschichtung. noch dazu sind die meisten kunststoffe hitzeempfindlich und geben wenn es schlecht läuft krebsfördernde stoffe an die zubereitete nahrung und damit an uns ab.

meine erst pfanne habe ich im studium gekauft. erste eigene wohnung, da braucht man so manches. zweier set, eine kleine eine große, aus´m elektro kaufhaus. kosteten unter zwanzig euro. wenn die in ein paar jahren futsch sind... kaufe ich halt `ne neue. und sie waren nach ein paar jahren futsch. nach etwa fünf würde ich sagen. so habe ich seit dem die ein oder andere pfanne gekauft. die letzte, auf den ersten blick deutlich hochwertigere, hielt keine drei jahre… dann bröselt die antihaft beschichtung langsam dahin. auf 60 selbst kochende lebensjahre gerechnet macht das etwa 15 pfannen, da meist mindestens zwei parallel im haushalt genutzt werden sogar eher 20-25. ein riesen haufen müll.

muss das sein? eigentlich nicht. edelstahlpfannen halten ewig. neigen aber auf grund der fehlenden beschichtung zum anbrennen. eine gute eigentlich unendlich haltbare alternative ist gußeisen. durch das einbrennen mit öl wird eine antihaftwirkung erreicht. wichtig ist nur sie nur mit heißem wasser zu spülen (kein spüli!) und gut abtrocknen (eisen rostet!).

stellt sich nur noch die frage welche pfanne…
von oben nach unten: ikea, morsø, cranesukiyaki, skeppshult

vorweg der blick auf´s material. ein namenhafter hersteller schicken skandinavischen designs verkauft eine (hier nicht aufgeführte) schwarz matte pfanne mit holzgriff... sieht gut aus, stellt sich aber bei genauerer betrachtung als aluminum mit antihaftbeschichtung heraus. kann man sicher auch kaufen, birgt aber das risiko einer sich gegebenenfalls lösenden beschichtung. gußeisen und nur gußeisen ist daher das stichwort.
gußeisen ist schwer. sehr schwer. die pfanne muss also gut "in der hand liegen". sind die griffe aus guß werden sie heiß. wer nicht gerne mit topflappen arbeitet nimmt daher vielleicht lieber eine mit holzgriff. die darf dann aber leider nicht in den backofen.
wie immer ist eine abwägung nötig. was will ich damit überwiegend machen und wie arbeite ich für gewöhnlich... der rest ist geschmack und budget. 325 euro war das maximum, was ich bisher gesehen habe. wenn die wirklich 60 jahre hält sicher nicht viel... aber deutlich mehr als das was ich ausgeben will.
da ich mir unsicher war, ob das konzept gußeisen überhaupt für uns taugt, wir aber ohnehin eine große pfanne brauchten, habe ich zum einstieg das modell aus dem schwedischen möbelhaus gekauft. außerdem habe ich ein auge auf die kleinanzeigen geworfen. da gußeisen nahezu unverwüstlich ist müsste man fast alles kaufen und zur not gut säubern und selbst neu einbrennen können.

22. November 2019

#maulwurfshügelstattmüllberge ...härteprobe urlaub

zwischen den maulwurfshügeln ist zuletzt eher wenig passiert. unter anderem waren wir im urlaub... das zweite mal in relaitiv kurzer zeit hintereinander. da die urlaubstage bis zum ende des jahres verprasst sein müssen, musste eine idee her.

ziele gibt es so viele... diesmal sollte etwas neues her. etwas, was wir so noch nicht gemacht hatten. ein bisschen raus aus der komfortzone, ein bisschen neue welten entdecken... ohne dabei um den halben klobus fliegen zu müssen. die aktuelle klimadiskussion im hinterkopf, die stetige frage, wie sich reisen darunter verändert...

um im herbst an etwas sonne zu kommen muss es etwas weiter in den süden gehen. als kompromiss unter anbetracht der reisetage haben wir uns für eine kombination entschieden. hin mit dem zug, zurück mit dem flieger. die hinreise aufgeteilt in etappen, so dass die zugfahrten stets komfortable länge hatten.

vor beginn der reise hatten wir die strecke bis ljubljana und den rückflug in der tasche. gerlernt habe ich in den tagen eine menge.

verspätungen sind egal, man hat ja urlaub... slowenische züge sind wie eine zeitreise, aber eine sehr gemütliche... wenn der einzige zug am tag um 06:35 fährt, muss man halt mal früh aufstehen... sonntage sind schlechte reisetage (da fahrt in abgelegenen ecken auch mal gar kein zug am tag)... google maps schlägt immer flixbusse statt zügen vor, was daran liegen könnte, dass etliche strecken nur noch von bussen bedient werden... handgepäck reicht für zehn tage, auch bei tempertauren von 8-24 grad... und ich schaffe es tatsächlich im urlaub keine einzige wasserflasche zu kaufen....

bei betrachtung der CO2-bilanz zeigt diese reise wie veränderungen funktionieren können. wären wir geflogen hätte die route vermutlich anders ausgesehen. gerechnet mit der annaheme frankfurt-ljubljana-triest-frankfurt hätten wir etwa 70% mehr CO2 ausgestoßen. und weniger gesehen... allein meine eigene einsparung sorgt so dafür, dass ich 70 tage mehr mit dem auto ins büro fahren kann und beim gleichen raus komme.

natürlich könnten wir alle von heute auf morgen alles umstellen. theoretisch... denn praktisch klappt das nicht. wir sind gewohnheitstiere und in wirklichkeit sind es doch die inneren schweinehunde die unser handeln bestimmen. doch so kleine experimente wie dieser urlaub zeigen auf was möglich ist und erweitert damit die optionen unseres handelns. sicher wäre es besser die 70 tage das auto auch noch stehen zu lassen... aber nur weil es etwas gibt, dass noch besser wäre, bedeutet das nicht lieber gar nichts zu tun.

mir hat das zugfahren echt spaß gemacht... und ich kann mir gut vorstellen für das nächste jahr wieder etwas ähnliches zu planen.

15. Oktober 2019

#maulwurfshügelstattmüllberge ...im unverpacktladen einkaufen? viel zu teuer!?

im rahmen des #plastikfreejuly war ich das erste mal im unverpackt laden einkaufen.  einen kassenbon habe ich mir damals erst gar nicht geben lassen. karte hin strecken... abbuchen. ich gebe für so viel unsinniges geld aus, da wollen wir doch bei hier nicht knauserig sein. vielleicht hatte ich auch einfach angst vor dem ergebnis.
immerhin ist der unverpacktladen nicht hier im ort. das hinfahren und der gesamte einkauf mit mehraufwand verbunden. die läden selber kaufen auf grund der viel geringeren umsatzmengen teuer ein als als supermarktketten. unverpackteinkaufen ist teurer luxus... lautet das weitverbreitete vorurteil
diese woche war ich erneut im unverpacktladen. rechtzeitig aus dem urlaub zurück, einen nachmittag zur freien verfügung. andere kaufen schuhe... ich unverpackte lebensmittel.
balsamico, rohrzucker, glasrein, waschmittel, zahnputztabletten... der einkauf ähnelt dem vom letzten mal. diesmal habe ich mir allerdings den kassenzettel mitgeben lassen um nachzurechnen.
das ergebnis hätte ich nicht erwartet. vor allem reinigungs- und waschmittel sind günstiger als beim kauf vergleichbarer produkte in der drogerie. die preise der trockenen lebensmittel liegen in vergleichbaren niveau zum bio-supermarkt. nur die oliven in öl, die es nicht mal auf das bild geschafft haben, waren deutlich teurer als die sonst im laden im glas gekauften und trotzdem war der einkauf in summe 81 cent günstiger.
wie immer kommt es darauf an, was man kauft. wer discounterpreise sucht, kommt im unverpacktladen nicht weiter. wer sonst auch bio-qualität kauft, gibt ein bisschen weniger aus als sonst, zumindest wenn er die oliven weglässt. 
schade ist, dass der laden für mich kaum mit dem rad erreichbar ist. die fahrten lassen sich kombinieren, optimal ist das dennoch nicht. da gerade die trockenen produkte und reinigungsmittel sich aber nahezu endlos halten, werde ich es aber trotzdem weiterhin versuchen. alle acht wochen, oder so. nur an eines muss ich beim nächsten mal unbedingt denken. eine dose für back- und puddingpulver!!! 
http://maulwurfshuegelig.blogspot.com/p/maulwurfshuegelstattmullberge.html

31. Juli 2019

#plasticfreejuly ...z wie zum schluss eine kleine auswertung

etwa 20.000 entscheidungen trifft der mensch pro tag... ganz schön viele möglichkeiten sich `falsch´ zu entscheiden, dabei gibt´s gar kein falsch. es gibt besser oder schlechter... und viele nuancen dazuwischen. lieber kleine schritte, als gar keine.

ihr findet hier 9 aus 20.000 fragen... neun situationen in denen jeden tag entscheidungen getroffen werden. nachhaltiger leben ist kein ziel, sondern ein weg... eine lange reise mit vielen zwischenstationen auf der wir uns kontinuierlich verändern.



ich habe euch die fragen als .pdf-datei zusammengestellt. hier herunterladen, ausdrucken und euren aktuellen stand erfassen... wenn ihr das ganze dann ein paar wochen oder monate später noch einmal wiederholt wird sich zeigen, was sich auf eurem weg schon getan hat.

hier könnt ihr meine `statistik´ sehen... grau ist der stand von vor etwa einem jahr.. türkies der aktuelle. 

und ja.... da ist noch vieeel verbesserungspotential. aber schließlich brauchen wir keine handvoll leute die das perfekte plastikfreie leben leben, sondern millionen, die ihr bestes versuchen. ...und meine reise ist noch lange nicht am ende, auch wenn der #plasticfreejuly2019 heute seinen letzten tag hat.

30. Juli 2019

#plasticfreejuly ... w wie was ist anders als beim letzten mal?

der juli ist fast rum, damit läuft auch der #plasticfreejuly auf der zielgeraden ein. zeit ein kleines resumee zu ziehen. es war mein zweiter, also... was ist anders als beim letzten mal?

zu anfang hatte ich ein problem. das ein oder andere hatten wir seit letztem jahr ausprobiert,manches ist zur gewohnheit geworden... anderes klappt überhaupt nicht. außerdem hatte ich im letzten jahr schon sooo viele punkte aufgeführt, was sollte da noch neues dazu kommen?



milch und joghurt kaufe ich tatsächlich nur noch im glas... aber mich dafür bejubeln? müllreduziert einkaufen hat oft etwas mit der zeit zu tun die man dafür aufwendet. renne ich nach der arbeit schnell in den supermarkt habe ich vermutlich nicht mal einen einkaufsbeutel bei mir. passiert mir immernoch oft genug... leider.
der diesjährige #plasticfreejuly hat mich ein bisschen dazu gebracht ein versprechen zu erneuern.... wenn ich mir keine mühe gebe, kann sich bei mir nichts ändern. ich alleine bin es, die es in der hand hat.

und das hat erstaunlich gut funktioniert. mehr aufmerksamkeit auf etwas, was zuletzt höchstens nebenbei lief. ein rückblick auf das eigene handeln, die analyse was schon geschafft ist... und wo es noch fehlt. darüber hinaus ist noch etwas ganz anderes passiert...
die lust am bloggen ist zurück. völlig egal, dass ich über den juli auf instagram follower verloren statt gewonnen habe... völlig egal, dass es beiträge gibt, die letztendes nur wenige gelesen haben. ich, nur für mich, hatte eine menge spaß dabei. 



beim marmeladekochen wie beim joghurteisrühren... das dienstägliche wegräumen meiner gemüsekiste ist nicht mehr nur last... war ich doch eigentlich der meinung alles schon mal irgendwie gesehen zu haben, gibt der monat mir eine menge schub weiter zu machen. nicht nur mit den themen plastik-frei oder nachhaltigkeit, sondern zu fotografieren, beiträge zu verfassen, all das für das ich hier vor sieben jahren gestartet bin.
morgen gibt es noch einen letzten post zum #plasticfreejuly... dann sind erst einmal wieder andere themen dran. unter der kategorie #maulwurfshügelstattmüllberge wird es aber weiterhin eine grüne ecke geben. in welcher regelmäßigkeit da etwas hingestellt wird... mal sehen.

27. Juli 2019

#plasticfreejuly ...v wie verpackungsfrei einkaufen

den heutigen beitrag habe ich mir bis fast ganz zum schluss aufgehoben... vielleicht weil der laden ausgerechnet im juli zwei wochen zu hatte. vielleicht auch nicht. im umkreis gibt es mittlerweile weit mehr als eine möglichkeit verpackungsfrei also unverpackt einzukaufen. ich gebe zu... ich habe mich einfach nicht getraut.
die ware ist hier nicht fertig abgepackt, sondern in großen behältern aus denen man genau die menge entnimmt, die man kaufen möchte. sozusagen ein tante emma-laden mit selbstbedienung. oft kann man vor ort auch gläser kaufen... mehr sinn macht es natürlich die eigenen mitzubringen und zu befüllen. anders als im klassichen supermarkt sollte ich mir also vorher überlegen was und wie viel ich haben will.

die tage gingen dann, glücklicherweise fast gleichzeitig, haferflocken, essig, zucker und spülmaschinentabs zur neige. nudeln und reis könnte ich auch gleich mitbringen. vielleicht noch einmal brot backen, dann ist auch die mehldose leer. eigentlich wollte ich den #plasticfreejuly auch dazu nutzen den vorratsschrank etwas zu lichten... aber ohne zucker und spülmachinentabs im haus... vielleicht ist das genau meine gelegenheit. also... bestand prüfen, gläser bereit stellen... los gehts.

die vorbereitung hat einen moment länger gedauert, schließlich überlegt man ja zuhause schon was in welchem gefäss landen soll. die milchflaschen erweisen sich dabei als ganz praktisch... wiegen weit weniger als die vorratsgläser und sollte unterwegs etwas kaputt gehen ist der verlust verschmerzbar.

im laden zuerst alle behältnisse wiegen, damit der wert beim bezahlen abgezogen werden kann. es gibt gefühlt fast alles. unterschiedlichste nudeln, reis (gleich vier sorten), ohne ende müsli, linsen, erbsen, bohnen, gewürze, verschiedene mehlsorten... außerdem unterschiedlichste seifen, zahnputztabletten (habe ich zum ausprobieren mal mitgenommen) und wasch- und reinigungsmittel aller art. überrascht hat mich, dass es auch eingelegte antipasti gibt, außerdem butter und eier.








26. Juli 2019

#plasticfreejuly ...u wie unterwegs mit dem flieger

flugscham... das wort gibt es laut der zeit schon seit 2018. fliegen ist umweltschädlich, das wissen vermutlich die allermeisten. wer mag nimmt den rechner des umwelt bundesamtes und rechnet sich das ganze einfach aus.

manchmal lässt sich der flieger aber einfach nicht vermeiden. verwandschaft am anderen ende des großen teiches? eintätige dienstreise hin- und zurück? noch dazu ist der flieger innerdeutsch ab und an unverschämt günstig im vergleich zur bahn.
 
außerdem dreht sich der #plasticfreejuly ja zu allererst einmal um plastikmüll. und wenn wir ehrlich sind entsteht davon beim fliegen jede menge. die wasserflasche für die fahrt zum flughafen wird meist nicht ganz entleert vor der sicherheitskontrolle in die tonne geworfen. im flughafen gibt es zur überbrückung der wartezeit einen kaffee im plastik beschichteten pappbecher auf die hand. im flieger wasser aus plastikbechern zu in folie eingeschweißtem essen nebst plastikbesteck und serviette. da sammelt sich ganz schön was an. und beim rückflug gleich nochmal.

zuletzt kam ich, ungeplant, beruflich den genuss business zu fliegen. in der lounge gibt es getränke aus glasflaschen und unverpackte snacks. im flieger echtes besteck und essen ohne plastikfolie. mit ausnahme der einzeln verpackten butter und der papierserviette, mein kleiner zero-waste-traum.


aber keine angst... businessflüge als zero-waste-alternative zu verkaufen fände ich ziemlich absurd! aber schon mal darüber nachgedacht sich auf den nächsten flug, wenn er schon sein muss, etwas besser vorzubereiten? eine nachfüllbare wasserflasche vor der sicherheit entleeren, anschließend wieder füllen, spart plastikflasche und becher im flieger. alternativ einen eigenen becher mitnehmen, der lässt sich für den kaffee am gate nutzen. das mitnehmen von eigenem essen in den flieger ist übrigens auch erlaubt. zumindest so lange es nicht flüssig ist.

ausprobiert habe ich das schon... die wasserflasche schnell in der security-schlange geleert, hätte ich beinahe vergessen. hinter der sicherheitskontrolle nach einem wasserspender gesucht. vielleicht bin ich zu doof... vielleicht gibt´s aber wirklich keine. also in den sanitäranlagen auffüllen. das wasser hat in deutschland sicher trinkwasserqualität. wenn die anlagen sauber sind ist das auch gar kein problem... wenn die ganze anlage allerdings schon etwas schmuddelig daher kommt... naja.
im flieger muss man sich dann ziemlich schnell ein freundliches "nein, danke." angewöhnen. schokoriegel beim einsteigen... getränk? vielleicht doch ein wasser? ist lieb gemeint, gehört zum "service" aber nein, danke.
kurz habe ich mich gefragt ob im flugzeug nicht auch recyclebare kunststoffbecher sinn machen würden. all der müll der entsteht muss doch auch bis zur ankunft verwahrt werden... und statt bergen von einmalbecher an board zu schleppen...

das CO2-problem... perfekt wäre natürlich wir würden gar nicht fliegen. wenn das nicht geht besteht aber die möglichkeit den CO2-ausstoß zu kompensieren. mit der zahlung werden dann klimafreundliche projekte unterstützt. z.B. über atmosfair oder myclimate

25. Juli 2019

#plasticfreejuly ...s wie solawi oder solidarische landwirtschaft

so ein #plasticfreejuly verändert etwas.... die größte umstellung ist nicht etwa, dass die milch jetzt aus der glasflasche kommt. hole ich sie schließlich weiterhin im supermarkt und greife nur im kühlregal an eine andere stelle. gemüsebilder ohne ende fluten den blog seit einiger zeit und das hat einen grund.
genau in der zeit in der man endjahres sentimental auf vergangenes zurückschaut und nach guten vorsätzen für kommendes sucht, bekam ich letztes jahr eine unerwartete gehaltserhöhung. irgenetwas sinnvolles wollte ich machen... aber was.

dank einer bekanntschaft aus instagram (danke eva) war ich schon vor einiger weile über das thema solidarische landwirtschaft gestolpert... überrascht stellte ich fest, dass der hof nur zwei orte weiter ist, seit meiner kindheit war ich nicht mehr dort gewesen. 
solwai. die ernte teilen... lautet das motto. jeder kauft sich mit anteilen für das wirtschaftsjahr ein und erhält im gegenzug seinen anteil am jeweiligen ernteertrag. im sommer wöchentlich, im winter alle zwei wochen. die abholung erfolgt direkt am hof oder in einem der depots in den umliegenden großstädten.
der depotdienst wird unter dem mitgleider aufgeteilt. etwa vierteljährlich hole ich kisten aus dem kühlhaus und räume sie in das depot auf der anderen straßenseite. jeder wiegt seinen anteil selbst ab, was man nicht mag oder wovon man noch zu viel zu hause hat, legt man in die `zu verschenken´-kiste.
wer mag und kann hilft bei mitarbeitsterminen auf dem feld, dabei lässt sich haunah erleben, wo das eigene essen herkommt. außerdem wird auf diese weise versucht den erforderlichen jahresbeitrag zu reduzieren. 
da alles direkt vom feld in die kisten kommt, sieht das gemüse keinerlei verpackungsmaterial... bewässerungsschläuche und abdeckfliese, die für die feldarbeit benötigt werden, werden immer wieder weiter verwendet. plastikfreier und frischer kann man gemüse in biolandqualität nicht bekommen.
der einmalbetrag von 984 € für einen solawi-anteil klingt erst mal nach einer menge geld. den anteil nutzen wir zu zweit. alles was in der kiste nicht zu finden ist, kaufen wir notfalls dazu. im winter etwas mehr... im sommer eigentlich gar nichts. ob sich das ganze über´s jahr rechnet?

ich weiß es nicht. ich weiß aber, dass ich noch nie zuvor so konsquent regioal eingekauft, bioland-qualität verkocht und neues ausprobiert habe. obst und gemüse sind nicht mehr anonyme massenware aus dem supermarktregal. insgesamt bin ich dadurch viel seltener im supermarkt.

wenn gemüse geholt wird bedeutet das auch, gerade im sommer, abends noch in der küche zu stehen um alles `lagerfähig´ zu machen. welke salatblätter entfernen, schon hält sich der rest viel länger. karotten vom grün berfreien und bloß nicht einfach in der küche liegen lassen, schnittlauch kann man hervorragend einfrieren... obst wird, sofern nicht direkt gefuttert, gerne mal zur marmelade verkocht. mein umgang mit nahrungsmitteln hat sich verändert.

24. Juli 2019

#plasticfreejuly ...r wie reduce, reuse, recycle

bestimmt schon mal irgendwo gelesen... aber was ist damit gemeint?

reduce. less is more oder weniger ist mehr wird ludwig mies van der rohe gerne zitiert. bezog sich dieser minimalistische ausspruch damals auf architektur und design meinen wir heute all das mit dem wir uns umgeben.
weniger fliegen, weniger auto fahren, weniger fleisch essen, weniger kleidung kaufen, weniger strom verbrauchen... weniger plastikmüll erzeugen. sorgsam und nachhaltig mit ressourcen umgehen klappt ganz leicht, wenn man weniger von ihnen braucht.

reuse. all die wunderbaren plastikfreien produkte die der markt so her gibt sind kein freibrief für den großen shoppingrausch. natürlich ist eine edelstahldose total trendy und geht nie kaputt und hält ein leben lang. aber schau´ doch erst mal, was in deinem schrank schon alles da ist. wiederverwenden. je öfter wir etwas benutzen.... um so nachhaltiger wird es. einwegbecher, eimal benutzt, ganz miese Statistik, eisbecher auch. die gläser mit schraubdeckel die ich von meiner oma geerbt habe und immernoch verwende... super statistik. klappt aber auch bei kurzlebigeren sachen… ausnahmsweise eine papiertüte kaufen müssen, weil kein beutel da war.... nicht wegwerfen. die wird vom benutzen nicht schlecht. marmeladenglas leer? eignet sich super um übriggebliebenes im kühlschrank aufzubewahren. oder als togo-becher.

recycle. mit recycling ist es etwas schwierig. bei glas funktioniert das... rund 95% des altglases werden weiterverwendet. die mit abstand beste recyclingquote. bei der papierproduktion werden etwa 75% altpapier eingesetzt. tageszeitungen werden fast zu 100% aus altpapier hergestellt. bei druckerpapieren und magazinen ist der anteil vieeeel geringer
die vorstellung das joghurtbecher einfach eingeschmolzen und zu neuen bechern werden trifft einfach nicht zu. theoretisch gibt es den gelben sack. praktisch landet nicht alles drin und das was drin landet wird meist nicht wieder zu kunststoff, sondern verbrannt oder irgendwohin exportiert wo es auf einer deponie oder im schlimmsten fall im meer landet. 

21. Juli 2019

#plasticfreejuly ...p wie pleiten, pech und pannen

kritisch zu hinterfragen wo es noch fehlt... habe ich anfang des monats versprochen. zwischendurch komme ich mir vor wie eine heuchlerin, fast jeden tag ideen und tips für eine bessere welt und dabei klappts manchmal überhaupt nicht.

neujahrstag, autobahnheimfahrt aus dem silvesterurlaub... `ich will zu burger king´ ruft es vom beifahrersitz. ein burger, fettig-salzige pommes, kalte cola... da wünsche sich manchmal erfüllen, beiße ich kurz später herzhaft in meinen burger. denn ich war es die vom beifahrersitz gerufen hat. und ich bin es der ihr burger nicht schmeckt. entweder ist ein whopper nicht mehr das was er mal war... oder ich bin nicht mehr die, die ich mal war. für diese erkenntnis brauchte es einen berg voll verpackungsmüll und das versprechen an mich selbst, dass dies der erste und letzte fastfoodtempelbesuch in diesem jahr war. war es nicht... aber das eine eis zählt ja fast nicht.

morgens im büro legt der kollege eine riesen tüte gummizeug auf den tisch... gefüllt mit jeder menge mini-tütchen. der plastikalptraum. ich nehme keine... bis mich nachmittags der süßkram-heißhunger übermannt und ich die einzeln verpackte *augenroll* lakritzschnecke vertilge.
im hinterkopf summt irgendwo die ohrwurmzeile... `du hast dein leben nich im griff´ von frain urlaub.

ich kaufe mir ein neues fahrrad... carbon. also plastik. im #plastikfreejuly ist aber schön leicht... und kein einwegplastik. also sicher irgendwie ok, vielleicht. doch zum neuen fahrrad gehören neue pedale... die alten schuhe sind nicht kompatibel... die schuhe im fahrradladen passen nicht, gefallen nicht. online gibt es genau dieee schuhe für mich. die verpackung bis auf das klebeband plastikfrei... doch ohne vergleichsgröße wollte ich sie nicht kaufen. ein paar geht also so oder so auf den rückweg. beim nächsten mal nur eine größe bestellen? ungeduld vs. nachhaltigkeit?

und dann noch die hier. achtzehn quietschpinke flamingos saßen die tage bei uns in der küche. online gekauft, vermutlich in china produziert... für einen runden geburtstag. viel plastik für einen abend. autsch!



aber... die flamingos waren der renner... sind bei dem ein oder anderen mit nach hause gewandert... werden so schnell sicher nicht weggeworfen. bei der party selber war es für uns dann völlig selbstverständlich das bier aus der flasche und nicht aus dem plastikbecher zu trinken und die gabeln für´s dessert aufzuheben. gutes plastik, böses plastik? oder einfach menschlich?

verhaltensforscher gehen davon aus, dass wir jeden tag etwa 20.000 (zwanzigtausend!!!!!) entscheidungen treffen. stehe ich auf wenn der wecker klingelt? erst kaffee oder erst ins bad? haare auf oder zu? was ziehe ich an? fahr´ich mit dem auto oder mit dem rad?....und und und. um gewohnheiten zu ändern müssen wir ganz viele dieser kleinen entscheidungen anders treffen als bisher. das ist harte arbeit.

sich etwas bewusst machen ist ein erster schritt. mir ist mittlerweile vollkommen klar, wenn ich etwas tue, was ich in meiner idealen welt besser nicht tun sollte. was hilft der mitgebrachte togo-becher... wenn ich gerade eben mit dem auto ins büro gefahren bin? genau. er sprart trotzdem einen plastik beschichteten pappbecher. völlig unabhängig vom auto, wird die idee des eigenen bechers kein stück schlechter.
keiner von uns schafft es alle 20.000 enscheidungen von einem auf den anderen tag anders zu treffen. muss er auch gar nicht. pleiten, pech und pannen gehören dazu. sie als solche wahrzunehmen und zu hinterfragen... gehört zu den vielen kleinen schritten.

wem das zu mühsam ist... der kann natürlich auch große schritte gehen. vegetarier oder veganer ersparen sich die frage wie viel fleisch zu viel ist, besitzer einer capsule wardrobe viel zeit bei der morgendlichen klamottenwahl und reichlich ressourcen durch nicht gekaufte fast fashion, mitgleider  einer solwai viel plastikmüll für obst und gemüse. die größe der schritte oder entscheidungen muss jeder für sich entscheiden. möglichkeiten gibt es mehr als genug.

18. Juli 2019

#plasticfreejuly ...g wie gewürze und gartenkräuter

an dieser stelle sollte ein foto von liebevoll zu sträußen gebundenen kräutern, aufgehängt zum trocknen, erscheinen... eigentlich.

doch dann bildete der salbei blüten aus... den bienen lassen oder schnell abschneiden, damit der pflanze nicht die kraft zum wachsen genommen wird? den bienen lassen... aber warum fängt der oregano jetzt auch an? und die minze? und... kurzum... die acht laufenden meter kräuterbeet (nicht breit, nur ein schmaler streifen, dafür an einer wärmenden wand entlang) blühen und summen und brummen. nach der blüte sehen die vorher kräftig grünen stengel tatsächlich etwas fertig und alles andere als fotogen aus.

dabei hatte ich doch eigentlich vor unser gewürzregal, da wo es geht, auf eigenproduktion umzustellen. ernten, trocknen... zerkleinern.... vielleicht endlich den lang gewünschten mörser kaufen... aber entweder bin ich zu doof oder zu bienenfreundlich, oder es gibt einen trick.

was hingegen besser gelappt hat, war die suche nach neuen gewürzdosen. bisher gab es die kleinen plastik gewürzstreuer aus dem supermarkt. wenn die dose leer war wurde das passende nachfüllbeutelchen gekauft...  braucht weniger plastik als eine neue dose. allerdings flogen so mit der zeit in etlichen schubladen halbvolle nachfüllebutel rum. noch dazu gibt es bei gewürzhändlern oft größere mengen zu deutlich geringeren preisen. kleiner tip... kräuterhexe auf dem markt am düsseldorfer carlsplatz. toll!
lange habe ich nach den pasenden dosen gesucht. am liebsten wäre mir rechteckig, schwarz, matt gewesen... wie die dose oben rechts von dänischen gewürzmanufaktur mill & mortar, vielleicht noch etwas größer. schön finde ich auch die keramikdosen von pfeffersack & soehne .

geworden ist es nun die low-budget-lösung. schraubgläser, schwarz-matt, 192 ml inhalt. gefüllt sind sie erst einmal mit den unzähligen nachfüllbeutelchen die noch irgendwo in der küche zu finden waren. vielleicht bastel ich bei gelegenheit noch etiketten, was in welcher dose drin ist, hat man aber auch schnell so raus.

17. Juli 2019

#plasticfreejuly ... n wie nudeln

nudeln sind einfach... soße drauf... essen ist fertig. schneller geht´s kaum. aber plastikfrei?

das ist auch einfach. im supermarkt gibt es nudeln in pappverpackung. manchmal noch mit einem kleinen plastikfolienfenster. irgendwie doof, aber besser als ganz in folie.

wer einen unverpackt laden in der nähe hat wird dort sicher auch fündig. gehört zum standartsortiment. und ruhig eine größere menge auf vorrat kaufen. nudeln ohne ei sind nämlich nahezu unbegrenzt haltbar... nur wenn sie schimmeln, was sie bei richtiger lagerung eigentlich nicht tun, sollte man sie entsorgen.

oder selbermachen... geht wirklich einfach, braucht nur ein bisschen zeit. klappt ohne ei und ohne nudelmaschine genauso wie mit.


auf...
100 gr hartweizengries
  45 ml warmes wasser
etwas salz

den gries auf die arbeitsfläche häufen, mulde hinein, schritt für schritt wasser nachgießen und vom rand gries nachschieben. dann kneten, kneten, kneten. zehn minuten bestimmt. aus dem erst körnigen klumpen wird ein wunderbar geschmeidiger nicht klebender teig. in folie, mindestens eine halbe stunde, nicht in den kühlschrank. stück für stück verarbeiten, damit er zwischendurch nicht austrocknet. weil ohne ei... ist trocknen, aufheben, verschenken kein problem.


175 gr weizenmehl
esslöffel olivenöl
zwei eier
etwas salz

mit handrührer und knethaken acht minuten lang zu einem teig verkneten... über nacht, oder mindestens vier stunden in den kühlschrank.
rausholen und gründlich warmkneten mit etwas mehl, bis der teig nicht mehr klebt aber schön geschmeidig ist. mit der nudelmaschine stufe für stufe dünner rollen. am ende haben sie die form von linguine.

zum trocknen über den backofenrost gehängt oder auf ein holzbrett gelegt. in salzwasser gekocht, genug für zwei