4. Juni 2020

#wochenrückblick ... der etwas anderen art. 12 wochen corona.

woche 1
make-up und kleidung wie jeden morgen, ein bisschen zu früh am schreibtisch, der fahrtweg fällt weg.

woche 2
das erste mal yoga nach youtube.

woche 3
neue kopfhörer gegen den lärm der nachbarbaustelle.
woche 4
videokonferenz auf der terasse in der sonne... ich bin begeistert, die kollegen eher nicht so.

woche 5
das erste mal seit vier wochen bei der arbeit schuhe an. einlaufen für bessere zeiten.

woche 6
mir fällt die decke auf den kopf. kompensiere mit onlineshopping in den kleinanzeigen.

woche 7
neuer bürokollege im doppelbüro. ein eukalyptusbusch aus der gärtnerei. eher schweigsam.

woche 8
in der mittagspause sauerteigbrot aus dem ofen geholt.. macht man wohl so bei corona

woche 9
überstunden… während die anderen in der firma noch wochentagweise minderarbeit aufbauen müssen.
woche 10
yoga, was ist das? make-up…. brauche ich nicht.

woche 11
wenn man beginnt die oberteile passend zur schlabberbuxe auszusuchen.

woche 12
auslandsreisen sind für mitarbeiter weiterhin untersagt...

...to be continued.

14. Mai 2020

gebackenes... ich will kein sauerteig-studium... ich will ein brot!

backen ist super... erinnert immer wieder an handwerkliches arbeiten, nur dass am ende mehl und nicht sägespähne zusammengekehrt werden. bei der arbeit mit holz wie mit mehl gilt allerdings, wenn man etwas vorher schon mal gemacht hat, fällt es beim nächsten mal leichter.

nach wochen ohne mehl, war endlich wieder weizen- und dinkelmehl, sogar in unterscheidlichen mahlgraden, im haus. die beste gelegenheit um sich so wie gefühlt alle im netz am sauerteig zu versuchen.

gesagt getan hatte ich doch in den vergangenen tagen oder gar wochen einige instagram-stories zum thema angeschaut. ...tag eins bis drei nach anleitung von happy serendipity, gar kein problem. nebendran durch den in betreib genommenen dörrautomaten muckelige wärme erzeugt und schon blubbert das zeug vor sich hin. an tag 4 erste anzeichen von verunsicherung. jetzt mehrfach am tag füttern ok. und am ende schmeiß ich irgendwas weg und stell den rest in den kühlschrank. ähh… und wie wird daraus jetzt brot?
langsam taucht panik auf... ich rufe mama an. wie immer wenn ich so gar nicht weiterkomme müssen mama und papa mit ihrem weltwissen helfen. mama versorgt mich mit noch mehr know-how und rezepten... ich klicke mich durch. aber ich will das doch nicht studieren. mehlstück, ansatz, vorteig... ich will einfach nur Brot essen!!!

erneuter einsatz der suchmaschine "roggenmischbrot mit sauerteig für ANFÄNGER" ein rezept von küchenchaotin. das klingt gut. weder in meinem teigansatz noch im Vorratsschrank befindet sich roggen, aber das muss das brot ja nie erfahren. auch hier wird nur eine minimenge des sauerteigansatzes genommen und der rest?

ich kippe einfach die hälfte vom angefütterten teigsansatz dran und erweitere mit dinkel- und Weizenmehl, wasser und gewürzen bis es sich wie ein teig anfühlt. ungeduld macht sich breit. vierundzwanzig stunden gehen lassen.... uff, mache ich nicht. ein home-office arbeitstag muss reichen. in den pausen wird der teig gezogen und gefaltet. der topf kommt auch nicht ganz so lange zum aufheizen rein, nur Temperatur und zeitvorgabe beim backen halte ich exakt ein.

tadaaa!!!… was soll ich sagen... sieht aus wie ein brot und schmeckt wie ein brot. nicht so richtig säuerlich... der teig ist recht fluffig, die kruste ist der hammer.

der rest vom ansatz wandert in den kühlschrank. oben drauf bildet sich eine graue flüssigkeit.... die ist, wie man liest, nicht schlimm. er will gefüttert werden. oder vor´m verarbeiten abkippen. zum reaktivieren nehme ich einen teil davon aus dem kühlschrank und füttere ihn wieder munter. zwei mal übern tag. bisschen mehl. bisschen wasser, kräftig verrühren. ein teil in den teig, ein teil in den kühlschrank.
bei brot nummer zwei nehme ich das mehl, das da ist. ein teil grober, ein teil feiner. gesamtmenge nicht mehr als im rezept beschrieben. gehen lasse ich diesmal länger. fast die 24 stunden. das brot sieht anders aus, schmeckt anders... aber auch gut. 
brot nummer 3 bestätigt die unter versuch eins und zwei aufgestellten theorien. sauerteigansatz kann man nach gefühl drankippen. hauptsache er ist munter und blubbert vorher schön. viel helles mehl ergibt helles brot, viel dunkles dunkles. kurz gehen lassen ergibt ein luftigeres Innenleben und wenig säure... lang gehen lassen das, was wir unter einem sauterteigbrot verstehen. aufgehen und im topf eine kruste ausbilden tun beide. 

sicher... mit mehr wissenschaft erreicht man wiederholbarkeit der ergebnisse... geschmacklich und optisch. für meinen Anspruch reicht das aber so schon. 

10. Mai 2020

#gesammeltes ...farbiges

manchmal ist selbst grau zu bunt und auf einmal schleicht sie sich ein, ganz langsam, stück für stück. das vermutlich erste mal im leben trifft es die farbe rosa... nicht quetschig, sondern zart.
und erst beim zusammenstellen der bilder entdeckt, dass der ton zweitausendsechzehn pantone farbe des jahres war... ob das damit zu tun hat? vielleicht, vielleicht auch nicht.




1. Mai 2020

sportliches... 1. mai wanderung

nicht bollerwagen und bierkiste, sondern liebe freude und reichlich picknick begleisten uns üblicherweise am 1. mai. bekanntermaßen ist aktuell alles anders als üblich. die gemeinsame wanderung daher verschoben auf bessere Zeiten und für den 1. zum virtuellen wandern verabredet. jeder für sich, freie streckenwahl und bilder zur dokumentation in der gemeisamen whatsapp-gruppe. 

ein wunderbarer plan, der bei allen funktioniert hat, außer bei uns. während es hier aus eimern schüttete, plätscherten über das handy nach und nach die belege motivierter wanderer rein. ein schöner moment in seltsamen zeiten... zu sehen, dass gemeinsames auch auf distanz funktioniert.  


gelaufen wurde an dem tag dennoch... um punkt siebzehn uhr riss der himmel auf. sonne satt und noch lange nicht zu spät für eine jogging-hausrunde mit blauem himmel, wolkentänzen und skylineblick. 

26. April 2020

#drübernachgedacht ...wechselbad der gefühle

eigentlich ist alles gut... gesund, keine finanziellen nöte, manchmal vielleicht ein bisschen gelangweilt. solche aussagen gilt es zur zeit eher vorsichtig zu äußern, geht es doch bei weitem nicht allen so.
unter dem hashtag #coronaeltern melden sich die zu wort, denen aktuell die decke auf den kopf fällt. die sich aufreiben an homeoffice und zeitgleicher kinderbetreuung.

meine situation hingegen scheint fast luxoriös… und trotzdem fehlt mir etwas... und trotdzem unterliege auch ich immer wieder dem wechselbad der gefühle. woche sechs daheim... morgens höre ich gedanklich bereits die melodie aus "taglich grüßt das murmeltier".
die letzten sechs wochen waren eigentlich gute wochen… die üblichen aufreger mehr nicht. und doch fehlt mir etwas. irgendwie fühle ich mich um diesen frühling betrogen. die sechs wochen schrumpfen zusammen auf eine handvoll erlebnisse. wenn auf den kalender schaue was für die zeit geplant war... wenn ich ein jahr zurück schaue, welche bilder in erinnerung blieben... familienfest, urlaub, wochende bei freunden... dann entsteht das gefühl, dass das leben gerade irgendwie pause macht. zwangspause.
die schönen erinnerungen lassen sich an einer hand abzählen... ein plausch mit freuden im vorgarten, ein plausch mit den nachbarn übern gartenzaun... rennradtouren am wochenende.

doch lohnt es sich nicht genauer hinzuschauen? was haben wir noch getan? was war gut?
abends auf der couch versacken und alle folgen einer staffel hintereinander schauen... würden wir sonst eher nicht machen, war aber auch mal schön. homeoffice barfuß auf der Terrasse, fühlt sich auch gut an. ausführliche telefonate mit menschen die mir am herzen liegen. am spargelstand alles bekommen, was man für den wocheneinkauf braucht. in der gärtnerei wiedererkannt werden, obwohl man maske trägt... die zeiten sind andere, aber nicht immer schlechtere. lasst uns das beste daraus machen.

24. April 2020

gekauftes... der sommer kann kommen

draußen wird es jeden tag wärmer. dieser sommer wird anders... aber er wird kommen. manch einer mag in diesen tagen im homeoffice in der jogginghose leben.... sieht ja keiner. dabei ziehe ich mich doch auch sonst vor allem für mich an. weil kleidung ein gefühl vermittelt.zu sommergefühl gehören für mich leichte stoffe und wind um die beine...



und wenn die zeiten gerade auch besondere sein mögen, versuche ich all das was ich in den letzten monaten oder gar jahren in sachen nachhaltigkeit und umweltschutz für mich entdeckt habe, nicht völlig aus den augen zu verlieren. die bluse ist neu, der rock dagegen ein kleiderkreiselfund. die schuhe hatte ich letztes jahr bereits... da sie schnell zum dauerbrenner und ganzjahresschuh wurden, habe ich neue gekauft... da kann man so viel putzen wie man will... irgendwann sind die dinger (meines erachtens einfach durch). die korbtasche ist dafür ein kleinanzeigen fund.

wie immer gilt, die mischung machts. ab und neuen schwung in den leiderschrank zu bringen ist völlig ok. vor allem wenn die stücke gut zum rest passen. und warum nicht vor dem klick auf den kaufen button erst einmal schauen, ob es nicht vergleichbares zweiter hand gibt. der online-markt dazu ist ja inzwischen riesig.
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