7. Juli 2020

#plasticfreejuly ...e wie eierbox

die eierbox bringt mich in einen konflikt... sie passt nämlich nur bedingt in den #plasticfreejuly. sie ist nämlich aus plastik... gekauft habe ich sie trotzdem. nach langer überlegung habe ich mich dann doch dafür entschieden.

aber von vorne... was ist eigentlich eine eierbox? eine eierbox ist eine eierpackung aus plastik. klingt erst mal unsinnig, gibt es eier doch längst in pappverpackungen zu kaufen. macht bei einer packung die woche (mal eine 6er mal eine 10er) zweiundfünfzig packungen im jahr. wenn wir uns den stapel mal vor augen führen ist das gar nicht so wenig. zweiundfünfzig eierschachteln die hergestellt, zum betrieb transportiert, dem recycling wieder zugeführt und verarbeitet werden müssen.
dabei kann man eier doch meist auch lose kaufen. dafür lässt sich natürlich auch die alte verpackung verwenden. aus hygienischen gründen (salmonellen befinden sich meist an der außenseite der eier), sollte man allerdings nicht zuuuu lange die gleiche verpackung verwenden.
außerdem bietet die eierbox noch einen vorteil. egal ob in rucksack oder einkaufstasche, auf dem rad oder zu fuß... unterwegs geht kein ei mehr kaputt.

einziger nachteil...sie ist immernoch aus plastik. auf dem gebrauchtmarkt gibt´s dazu einiges... eventuell empfiehlt es sich aber vorher mal die bewertungen anzuschauen. nicht alle dosen nehmen alle größen auf oder schließen richtig. das kann auf´m rad dann doof werden. ich habe meine im supermarkt neben den eiern gefunden, für gut befunden und einfach mitgenommen.

sollte jemand eine noch bessere idee haben... nur her damit. der vorschlag gar keine eier zu essen allerdings ausgenommen. habe ich gründlich betrachtet, mich aber dagegen entschieden.

so der urspüngliche beitrag… und dann sind da die blogbeiträge, die sich selbst überholen bevor sie überhaupt veröffentlicht sind.
die eierbox ist mir aus dem kühlschrank entgegen gefallen... leer. es schien nichts passiert. bis ich bei der nächsten benutzung erkennen musste, dass die verbindung deckel zu unterteil zwei deutliche risse hat. funktioniert noch... aber vermutlich nicht mehr lange.
und da sind wir wieder an dem punkt, warum plastik halt doch nichts taugt. und so begebe ich mich erneut auf die suche nach einer dose. die eier sicher auf dem rad transportiert, in den kühlschrank kann, leicht zu reinigen ist... und stürze aus dem kühlschrank überlebt.

3. Juli 2020

#plasticfreejuly ... c wie corona

dieser blöde virus hat uns schwer im griff. sind der größte teil meines umfeldes und ich zwar gesundheitlich nicht betroffen gewesen, sind die auswirkungen der krise doch immernoch zu spüren.

im märz habe ich mich geweigert mich der hamsterkauf mentalität anzuschließen. über den solawi-anteil war eine gemüsegrundversorgung gesichert. alle vorhergegangenen aktivitäten zum bewussteren umgang mit nahrungsmitteln hatten mich gelehrt, dass man aus ganz schön wenig ganz schön viel machen kann. … und trotzdem waren die auswirkungen zu spüren.

doppelt so viele mahlzeiten die am tag zubereitet werden mussten, mittags essen wir sonst in der kantine und der versuch so selten wie möglich in so wenig wie möglich geschäfte zu gehen beeinflussten das einkaufsverhalten stark.

ein glück, dass sich die heftigste phase mit der spargel/erdbeersaison deckte. was man an so einem spargelwagen alles kaufen kann (salat, kartoffeln, zitronen, eier)... schnell wurden die wägelchen zum ersatzsupermarkt. an der frischen luft, unverpackt... was will ich mehr.
anfangs auch noch sehr angenehm die besuche bei metzger und gemüseladen. in besucherarmen einkaufsrandzeiten waren abstand und infektionsrisiko kein thema. samstags dort etwas zu bekommen auf grund der schlangen fast undenkbar.


für alles andere sah es eher düster aus. gerne gebe ich mehr geld für nahrung aus... wenn dieses auch beim erzeuger ankommt. gefühlt schraubten die supermärkte mit beginn der hamsterkäufe stark an der preisschraube... die nachfrage regelt dem preis, ist mir klar, nervt trotzdem. außerdem spielte das "wie geht ein eschäft mit dem potentiellen infektionsrisiko um" für mich durchaus eine rolle. und so fand ich mich immer öfter beim discounter wieder. nicht zu voll, klare corona-regeln, die ersten mit abstandsmarkern in der kassenschlange, an die sich sogar gehalten wird. in dieser hinsicht vorbildlich. das bio sortiment mittlerweile auch ziemlich ausgeprägt, aber leider aber auch sehr plastik- oder einweglastig.

jetzt wo das infektionsrisiko abnimmt, gilt es das zuletzt antrainierte erneut zu prüfen. der tetra-pack milch, weil das den gang in den zweiten laden spart? oder macht der umweg nicht doch sinn? meine einkaufsroutine war nie durchoptimiert. sicher lässt sich daran noch was drehen. was bleiben wird ist das gute gefühl auch mit leerem kühlschrank nicht zu verhungern.

und... einwegmasken sind super. gerade für alle, die im medizinischen bereich unterwegs sind. bei allen anderen verursachen sie, leider, völlig unnötigen müll. stoffmasken gibt, wenn man sie nicht selber nähen kann oder will, für ganz kleines geld in supermarkt und drogerie. regelmäßig in die waschmaschine und das ding ist wie neu. spart jede menge müll, auch plastik und sollte im #plasticfreejuly eigentlich selbstverständlich sein.


2. Juli 2020

#plasticfreejuly ...b wie bratpfanne

wie kommst sie denn jetzt da drauf uns ausgerechnet etwas zum thema bratpfannen erzählen zu wollen? weil ich versprochen hatte ecken auszuputzen... und weil b wie becher (2018) und b wie blogger (2019) bereits dran waren. kleine anekdote am rande, ich habe es tatsächlich geschafft immernoch keinen neuen togo-becher zu kaufen. 

aber zurück zur pfanne. plastik bzw. kunststoffe stecken nicht nur in folien und anderen einmalverpackungen, die sich dazu bei passenden entsorgung auch ganz passabel recyceln ließen. plastik steck in sooooo vielen anderen dingen. z.b. in pfannen. im griff... aber auch in der ach so fett sparenden antihaft beschichtung. noch dazu sind die meisten kunststoffe hitzeempfindlich und geben wenn es schlecht läuft krebsfördernde stoffe an die zubereitete nahrung und damit an uns ab.

meine erst pfanne habe ich im studium gekauft. erste eigene wohnung, da braucht man so manches. zweier set, eine kleine eine große, aus´m elektro kaufhaus. kosteten unter zwanzig euro. wenn die in ein paar jahren futsch sind... kaufe ich halt `ne neue. und sie waren nach ein paar jahren futsch. nach etwa fünf würde ich sagen. so habe ich seit dem die ein oder andere pfanne gekauft. die letzte, auf den ersten blick deutlich hochwertigere, hielt keine drei jahre… dann bröselt die antihaft beschichtung langsam dahin. auf 60 selbst kochende lebensjahre gerechnet macht das etwa 15 pfannen, da meist mindestens zwei parallel im haushalt genutzt werden sogar eher 20-25. ein riesen haufen müll.

muss das sein? eigentlich nicht. edelstahlpfannen halten ewig. neigen aber auf grund der fehlenden beschichtung zum anbrennen. eine gute eigentlich unendlich haltbare alternative ist gußeisen. durch das einbrennen mit öl wird eine antihaftwirkung erreicht. wichtig ist nur sie nur mit heißem wasser zu spülen (kein spüli!) und gut abtrocknen (eisen rostet!).

stellt sich nur noch die frage welche pfanne…
von oben nach unten: ikea, morsø, cranesukiyaki, skeppshult

vorweg der blick auf´s material. ein namenhafter hersteller schicken skandinavischen designs verkauft eine (hier nicht aufgeführte) schwarz matte pfanne mit holzgriff... sieht gut aus, stellt sich aber bei genauerer betrachtung als aluminum mit antihaftbeschichtung heraus. kann man sicher auch kaufen, birgt aber das risiko einer sich gegebenenfalls lösenden beschichtung. gußeisen und nur gußeisen ist daher das stichwort.
gußeisen ist schwer. sehr schwer. die pfanne muss also gut "in der hand liegen". sind die griffe aus guß werden sie heiß. wer nicht gerne mit topflappen arbeitet nimmt daher vielleicht lieber eine mit holzgriff. die darf dann aber leider nicht in den backofen.
wie immer ist eine abwägung nötig. was will ich damit überwiegend machen und wie arbeite ich für gewöhnlich... der rest ist geschmack und budget. 325 euro war das maximum, was ich bisher gesehen habe. wenn die wirklich 60 jahre hält sicher nicht viel... aber deutlich mehr als das was ich ausgeben will.
da ich mir unsicher war, ob das konzept gußeisen überhaupt für uns taugt, wir aber ohnehin eine große pfanne brauchten, habe ich zum einstieg das modell aus dem schwedischen möbelhaus gekauft. außerdem habe ich ein auge auf die kleinanzeigen geworfen. da gußeisen nahezu unverwüstlich ist müsste man fast alles kaufen und zur not gut säubern und selbst neu einbrennen können.

1. Juli 2020

#plasticfreejuly ...a wie "auf eine neues!"



ab dem dritten mal ist es eine tradition... so oder so ähnlich lautet eine alltagsweisheit. für mich ist es dieses jahr der dritte #plasticfreejuly ...und langsam könnte es knifflig werden. steht beim beim ersten noch vor der herausforderung ggf. sein ganzen leben umkrempeln zu müssen, merkt man beim dritten, dass das schon mal nicht die hürde ist.

in den letzten zwei jahren habe ich viel ausprobiert, alte gewohnheiten abgelegt, neue hinzu gewonnen... stückchen für stückchen hat sich ganz schön viel getan, würde ich sagen. und wie im letzten jahr auch schon, gilt...
doch was macht es dann noch kompliziert...? die herausforderung diesmal wird es sein themen zu finden, die ich noch nicht auf dem blog hatte. ein wenig die ecken ausputzen. ich bin gespannt wie das gelingt und freue mich auf einen munteren austausch.
... und für alle die es noch recht neu hier her verschlägt, geht es hier zum anfang meiner reise. 










4. Juni 2020

#wochenrückblick ... der etwas anderen art. 12 wochen corona.

woche 1
make-up und kleidung wie jeden morgen, ein bisschen zu früh am schreibtisch, der fahrtweg fällt weg.

woche 2
das erste mal yoga nach youtube.

woche 3
neue kopfhörer gegen den lärm der nachbarbaustelle.
woche 4
videokonferenz auf der terasse in der sonne... ich bin begeistert, die kollegen eher nicht so.

woche 5
das erste mal seit vier wochen bei der arbeit schuhe an. einlaufen für bessere zeiten.

woche 6
mir fällt die decke auf den kopf. kompensiere mit onlineshopping in den kleinanzeigen.

woche 7
neuer bürokollege im doppelbüro. ein eukalyptusbusch aus der gärtnerei. eher schweigsam.

woche 8
in der mittagspause sauerteigbrot aus dem ofen geholt.. macht man wohl so bei corona

woche 9
überstunden… während die anderen in der firma noch wochentagweise minderarbeit aufbauen müssen.
woche 10
yoga, was ist das? make-up…. brauche ich nicht.

woche 11
wenn man beginnt die oberteile passend zur schlabberbuxe auszusuchen.

woche 12
auslandsreisen sind für mitarbeiter weiterhin untersagt...

...to be continued.

14. Mai 2020

gebackenes... ich will kein sauerteig-studium... ich will ein brot!

backen ist super... erinnert immer wieder an handwerkliches arbeiten, nur dass am ende mehl und nicht sägespähne zusammengekehrt werden. bei der arbeit mit holz wie mit mehl gilt allerdings, wenn man etwas vorher schon mal gemacht hat, fällt es beim nächsten mal leichter.

nach wochen ohne mehl, war endlich wieder weizen- und dinkelmehl, sogar in unterscheidlichen mahlgraden, im haus. die beste gelegenheit um sich so wie gefühlt alle im netz am sauerteig zu versuchen.

gesagt getan hatte ich doch in den vergangenen tagen oder gar wochen einige instagram-stories zum thema angeschaut. ...tag eins bis drei nach anleitung von happy serendipity, gar kein problem. nebendran durch den in betreib genommenen dörrautomaten muckelige wärme erzeugt und schon blubbert das zeug vor sich hin. an tag 4 erste anzeichen von verunsicherung. jetzt mehrfach am tag füttern ok. und am ende schmeiß ich irgendwas weg und stell den rest in den kühlschrank. ähh… und wie wird daraus jetzt brot?
langsam taucht panik auf... ich rufe mama an. wie immer wenn ich so gar nicht weiterkomme müssen mama und papa mit ihrem weltwissen helfen. mama versorgt mich mit noch mehr know-how und rezepten... ich klicke mich durch. aber ich will das doch nicht studieren. mehlstück, ansatz, vorteig... ich will einfach nur Brot essen!!!

erneuter einsatz der suchmaschine "roggenmischbrot mit sauerteig für ANFÄNGER" ein rezept von küchenchaotin. das klingt gut. weder in meinem teigansatz noch im Vorratsschrank befindet sich roggen, aber das muss das brot ja nie erfahren. auch hier wird nur eine minimenge des sauerteigansatzes genommen und der rest?

ich kippe einfach die hälfte vom angefütterten teigsansatz dran und erweitere mit dinkel- und Weizenmehl, wasser und gewürzen bis es sich wie ein teig anfühlt. ungeduld macht sich breit. vierundzwanzig stunden gehen lassen.... uff, mache ich nicht. ein home-office arbeitstag muss reichen. in den pausen wird der teig gezogen und gefaltet. der topf kommt auch nicht ganz so lange zum aufheizen rein, nur Temperatur und zeitvorgabe beim backen halte ich exakt ein.

tadaaa!!!… was soll ich sagen... sieht aus wie ein brot und schmeckt wie ein brot. nicht so richtig säuerlich... der teig ist recht fluffig, die kruste ist der hammer.

der rest vom ansatz wandert in den kühlschrank. oben drauf bildet sich eine graue flüssigkeit.... die ist, wie man liest, nicht schlimm. er will gefüttert werden. oder vor´m verarbeiten abkippen. zum reaktivieren nehme ich einen teil davon aus dem kühlschrank und füttere ihn wieder munter. zwei mal übern tag. bisschen mehl. bisschen wasser, kräftig verrühren. ein teil in den teig, ein teil in den kühlschrank.
bei brot nummer zwei nehme ich das mehl, das da ist. ein teil grober, ein teil feiner. gesamtmenge nicht mehr als im rezept beschrieben. gehen lasse ich diesmal länger. fast die 24 stunden. das brot sieht anders aus, schmeckt anders... aber auch gut. 
brot nummer 3 bestätigt die unter versuch eins und zwei aufgestellten theorien. sauerteigansatz kann man nach gefühl drankippen. hauptsache er ist munter und blubbert vorher schön. viel helles mehl ergibt helles brot, viel dunkles dunkles. kurz gehen lassen ergibt ein luftigeres Innenleben und wenig säure... lang gehen lassen das, was wir unter einem sauterteigbrot verstehen. aufgehen und im topf eine kruste ausbilden tun beide. 

sicher... mit mehr wissenschaft erreicht man wiederholbarkeit der ergebnisse... geschmacklich und optisch. für meinen Anspruch reicht das aber so schon. 

10. Mai 2020

#gesammeltes ...farbiges

manchmal ist selbst grau zu bunt und auf einmal schleicht sie sich ein, ganz langsam, stück für stück. das vermutlich erste mal im leben trifft es die farbe rosa... nicht quetschig, sondern zart.
und erst beim zusammenstellen der bilder entdeckt, dass der ton zweitausendsechzehn pantone farbe des jahres war... ob das damit zu tun hat? vielleicht, vielleicht auch nicht.




1. Mai 2020

sportliches... 1. mai wanderung

nicht bollerwagen und bierkiste, sondern liebe freude und reichlich picknick begleisten uns üblicherweise am 1. mai. bekanntermaßen ist aktuell alles anders als üblich. die gemeinsame wanderung daher verschoben auf bessere Zeiten und für den 1. zum virtuellen wandern verabredet. jeder für sich, freie streckenwahl und bilder zur dokumentation in der gemeisamen whatsapp-gruppe. 

ein wunderbarer plan, der bei allen funktioniert hat, außer bei uns. während es hier aus eimern schüttete, plätscherten über das handy nach und nach die belege motivierter wanderer rein. ein schöner moment in seltsamen zeiten... zu sehen, dass gemeinsames auch auf distanz funktioniert.  


gelaufen wurde an dem tag dennoch... um punkt siebzehn uhr riss der himmel auf. sonne satt und noch lange nicht zu spät für eine jogging-hausrunde mit blauem himmel, wolkentänzen und skylineblick. 

26. April 2020

#drübernachgedacht ...wechselbad der gefühle

eigentlich ist alles gut... gesund, keine finanziellen nöte, manchmal vielleicht ein bisschen gelangweilt. solche aussagen gilt es zur zeit eher vorsichtig zu äußern, geht es doch bei weitem nicht allen so.
unter dem hashtag #coronaeltern melden sich die zu wort, denen aktuell die decke auf den kopf fällt. die sich aufreiben an homeoffice und zeitgleicher kinderbetreuung.

meine situation hingegen scheint fast luxoriös… und trotzdem fehlt mir etwas... und trotdzem unterliege auch ich immer wieder dem wechselbad der gefühle. woche sechs daheim... morgens höre ich gedanklich bereits die melodie aus "taglich grüßt das murmeltier".
die letzten sechs wochen waren eigentlich gute wochen… die üblichen aufreger mehr nicht. und doch fehlt mir etwas. irgendwie fühle ich mich um diesen frühling betrogen. die sechs wochen schrumpfen zusammen auf eine handvoll erlebnisse. wenn auf den kalender schaue was für die zeit geplant war... wenn ich ein jahr zurück schaue, welche bilder in erinnerung blieben... familienfest, urlaub, wochende bei freunden... dann entsteht das gefühl, dass das leben gerade irgendwie pause macht. zwangspause.
die schönen erinnerungen lassen sich an einer hand abzählen... ein plausch mit freuden im vorgarten, ein plausch mit den nachbarn übern gartenzaun... rennradtouren am wochenende.

doch lohnt es sich nicht genauer hinzuschauen? was haben wir noch getan? was war gut?
abends auf der couch versacken und alle folgen einer staffel hintereinander schauen... würden wir sonst eher nicht machen, war aber auch mal schön. homeoffice barfuß auf der Terrasse, fühlt sich auch gut an. ausführliche telefonate mit menschen die mir am herzen liegen. am spargelstand alles bekommen, was man für den wocheneinkauf braucht. in der gärtnerei wiedererkannt werden, obwohl man maske trägt... die zeiten sind andere, aber nicht immer schlechtere. lasst uns das beste daraus machen.

24. April 2020

gekauftes... der sommer kann kommen

draußen wird es jeden tag wärmer. dieser sommer wird anders... aber er wird kommen. manch einer mag in diesen tagen im homeoffice in der jogginghose leben.... sieht ja keiner. dabei ziehe ich mich doch auch sonst vor allem für mich an. weil kleidung ein gefühl vermittelt.zu sommergefühl gehören für mich leichte stoffe und wind um die beine...



und wenn die zeiten gerade auch besondere sein mögen, versuche ich all das was ich in den letzten monaten oder gar jahren in sachen nachhaltigkeit und umweltschutz für mich entdeckt habe, nicht völlig aus den augen zu verlieren. die bluse ist neu, der rock dagegen ein kleiderkreiselfund. die schuhe hatte ich letztes jahr bereits... da sie schnell zum dauerbrenner und ganzjahresschuh wurden, habe ich neue gekauft... da kann man so viel putzen wie man will... irgendwann sind die dinger (meines erachtens einfach durch). die korbtasche ist dafür ein kleinanzeigen fund.

wie immer gilt, die mischung machts. ab und neuen schwung in den leiderschrank zu bringen ist völlig ok. vor allem wenn die stücke gut zum rest passen. und warum nicht vor dem klick auf den kaufen button erst einmal schauen, ob es nicht vergleichbares zweiter hand gibt. der online-markt dazu ist ja inzwischen riesig.
https://maulwurfshuegelig.blogspot.com/search/label/%23maulwurfshügelstattmüllberge

26. März 2020

#achtsamkeit ...morgenroutine?

#butfirstcoffee ...egal was am tag geplant ist, ohne kaffee geht gar nichts. bekomme ihn ans bett gebracht und nehme ihn werktags mit unter die dusche. als ganz später vogel ist morgens sonst nix drin... kein frühstück, keine zeitung.


war ich die tage noch endlos genervt von der situation da draußen, beginne ich dem entschleunigten völlig runtergefahren leben gerade etwas abzugewinnen. die fahrt ins büro fällt weg... die halbe stunde am morgen habe ichh die vergangenen tage einfach früher mit der arbeit begonnen, heute war zeit etwas neues auzuprobieren. 

um yogamatten schleiche ich schon länger herum... hört man doch überall im bekanntenkreis begeisterte stimmen. gut für die beweglichkeit, toll für den rücken, total anstrengend bis mega entspannend. noch eine weile daheim zu hocken ist da genau der richtige zeitpunkt neues auszuprobieren, dass nicht viel mehr als eine passende unterlage, etwas platz und youtube braucht. 

youtube ist eigentlich nicht mein medium. ich bin bilderanschauer oder textleser. werbung vorweg, drüberklicken, geht´s endlich los, komm zum punkt... mist die überschrift hat mehr verprochen als das video her gibt. videos über wasauchimmer strapazieren meine nerven. 



die yoga videos von mady morrison sind da erfrischend anders. ok, werbung vorneweg gibt´s auch. den rest der zeit gibt es einen gut möblierten räum, eine angenehme stimme und ausreichend erläuterungen, dass auch der anfänger ohne körperteilknoten aus der sache raus kommt. 

ich glaube die zehn minuten am morgen nehme ich mir jetzt öfter. 

23. März 2020

#drübernachgedacht ...das leben daheim.

wir stecken alle in der gleichen situation... und stellen dabei schlagartig fest wie unterschiedlich unsere leben sonst sind.

wenn meine lebenmittelvorräte drohen weniger zu werden, lässt mich das noch lange nicht in panik verfallen... so schnell verhungere ich schon nicht. wer kinder hat, für die er schließlich die verantwortung hat, denkt da vielleicht schon anders.

tage ohne struktur schlagen auf´s gemüt. verabredet euch online, treibt sport, so der tip… gut gemeint, bei oft klingt es als hätten alle gerade frei,  dabei sitze ich, wie sonst auch, tagsüber bei der arbeit, nur dass diese eben nicht im büro sondern am heimischen schriebtisch erfolgt. ich vermisse den plausch mit kollegen oder den damen in der cafeteria, kann aber sonst ungestört weiterarbeiten.


keine kinder, die durch die wohnung toben, streits die geschlichtet werden wollen... kein partner, der glaubt auch in diesen zeiten ganz "normal" arbeiten zu können, während sie sich doch um die kinder kümmern kann. geschlechtergerechtigkeit die auf einemal neu ausgehandelt werden muss. das netzt strotzt vor bastel- und beschäftigungsideen und ich schaue neidisch von außen zu, keiner der bebastelt werden will.

für jeden bedeutet die situation gerade etwas anderes. nicht aufgeführt bisher, die die im akkord arbeiten um gesundheitssystem oder lebensmittelversorgung am laufen zu halten. die, die tatsächlich unter quarantäne stehen, da sie den lang ersehnten urlaub plötzlich zu falschen zeitpunkt in einer ungünstigen gegend verbracht haben. die, die angst um familienangehörige haben, oder gar selbst erkrankt sind.

die situation ist für uns alle neu und unbekannt. und noch viel schlimmer... die unsicherheit wie es weitergeht, wie es ausgeht. aber wie immer, wenn sich dinge nicht planen, nicht steuern lassen, schritt für schritt klappt es meist am besten. informiert bleiben, ohne den ganzen tag auf neues zu hoffen. tag für tag rumbringen und das beste daraus machen.

ich bin die tage mit kopfhörern durchs haus getanzt. das habe ich vorher noch nie gemacht und es hat mir gut getan. mit einer freundin telefoniert, statt ein halbes jahr zu brauchen bis wir es mal wieder schaffen uns auf einen wein zu treffen. lasst uns die guten seiten sehen und mehr von den guten dingen machen. die anderen... kommen von alleine auf uns zu und werden bewältigt, wenn es so weit ist.

16. März 2020

#samstagskaffee... sonntagskaffee in zeiten der krise



… heile-welt bilder während die welt draußen im chaos versinkt? nein, normaler sonntagsalltag... ohne hamsterkäufe, ohne hysterie. die, die gerade etwas tun können, tun ihr bestes... und alle anderen tun ihr bestes darin einfach ruhe zu bewahren und die menschlichkeit nicht zu verlieren. 

5. März 2020

persönliches... über krank sein, radio experten und klopapier


das foto entstand die tage, als ich krank im bett lag... krank? naja. eine erkältung mit husten und schniefnase... ohne fieber. nichts dramatischen und auch nichts was normalerweise dazu führt nicht ins büro zu gehen.
doch normal ist gerade nicht... die empfehlung doch besser daheim zu bleiben, die leute würden gerade so hysterisch reagieren. verstehe ich... aber bedienen wir nicht gerade damit die hysterie?

mittlerweile wieder bei der arbeit, habe ich auf dem hinweg ein radiointerview gehört. ein virologe der zu vorsorgemaßnahmen befragt wird. das virus sei für uns gesunde und fitte ungefährlich... trotzdem würde er aktuell massenveranstaltungen wie fußballspiele im stadion meiden. nicht für seine gesundheit, sondern mit rücksicht auf mögliche risikopatienten (vorerkrankte, immunschwache...). denn alles was die möglichkeit der ausbreitung eindämmt, reduziert das risiko für die, für die es nicht mal eben eine leichte erkältung ist. damit hat er mich. einmal nicht zuerst an andere und nicht an mich denken.

natürlich kann man sich einen jahresvorrat klopapier in den keller legen... erschließt sich mir zwar nicht, muss es aber auch nicht. desinfektionmittel bunkern halte ich da schon für weniger optimal. die pumpspender aus arztpraxen und kliniken zu klauen für völlig bescheuert.

1. März 2020

#gutevorsätzeeinmalanders ...fazit februar

12 wochen ikigai… so der plan. ein drittel des monats ist um und ich habe noch nicht einmal angefangen. das erste wochenende bei freunden, das zweite von einem termin zum nächsten... und unter der woche ist gerade auch keine luft.

ähm... naja. wie sage ich so gerne `zeit hat man nicht, zeit nimmt man sich´. und das gilt genauso oder sogar noch mehr für mich selbst. wenn ich etwas will, muss ich mich für mich einsetzen... irgendwie logisch, wer sonst sollte das für mich tun.

also... zeit dafür nehmen. und so sitze ich abends auf dem sofa, vorm fernseher, mit dem buch in der hand. ein anfang. lustlos blättere ich durch woche eins. zu oft schon in der hand gehabt. also weiter zu woche zwei... das kapitel beginnt mit dem hinweis das minimalismusprofis besser drüberblättern. ich will es trotzdem versuchen. lese wenig neues... die ein oder andere aufgabe gibt einen anstupser.

ähnlich wie bei einer inventur alle gegenstände eines raumes erfassen. ufff… eigentlich versuche ich regelmäßig aufzuräumen und vor allem auszumisten. gelesene bücher weiterverschenken, aussortierte klamotten entsorgen oder verkaufen, eine möglichst plastikverpackungsfreie küche. dennoch klingt die augabenstellung furchteinflößend und ist damit vielleicht genau das richtige.

samstag bin ich das ganze angegangen... also nicht richtig. ich habe mir einen besonders schlimmen schrank gesucht und angefangen aufzuräumen.

mittlerweile ist anfang märz… kurzum das war nix. das thema war nicht ganz neu für mich... daher fehlte wohl das echte engagement und vermutlich ist es einfacher dinge wegzulassen (wie das shoppen im Januar) als dinge zusätzlich zu tun. schon seit dem abbruch meines ersten und der wahl meines zweiten studiums bin ich der festen überzeugung, dass wir nur dann in etwas wirklich gut sind, wenn wir es mit leidenschaft tun. wenn wir es jetzt noch schaffen mehr von dem zu tun, dass nicht nur uns und unserem ego etwas bringt, könnte die welt ein klein wenig besser werden.

die ikigai-bücher lege ich erst einmal wieder in den schrank zurück... und suche mir ein neues motto für den märz. denn die idee der #gutenvorsätzeeinmalanders ist ja jeden monat einem neuen vorsatz nachzugehen... und den alten eventuell ein wenig weiter zu betreiben.

2. Februar 2020

#gutevorsätzeeinmalanders ...ikigai 12 wochen programm

ikiwas.... und warum 12 wochen, wenn es doch monat für monat einen neuen vorsatz gibt?

letztes jahr im mai habe ich ein buch gekauft. genauer gesagt drei. alle zum thema ikigai, was japanisch ist und soviel heißt wie „das, wofür es sich zu leben lohnt“ oder "das wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen“. drei, weil ich alle im buchladen bestellt hatte, mich nicht richtig entscheiden und irgendwie auch keines zurückgeben wollte.


ikigai von ken mogi ist ein hübsch gebundenes büchlein, dass entlang von kleinen geschichten die idee des ikigai näher beschreibt. nichts zum durchlesen, eher etwas zum immer wieder zur hand nehmen.

finde dein ikigai von miralles und garcia ist ein kräftiges taschenbuch... weniger schön anzuschauen, dafür mit viel inhalt. fertiggelesen habe ich es noch nicht, hängen geblieben ist aber vor allem die erläuterung zur entwicklung des shinkansen, dem japanischen schnellzug.

und ikigai 12 wochen programm von caroline de surany. das anders ist als die anderen beiden. bunt flippig.... eine gebrauchsanweisung mit kleinen aufgaben und denkanstößen.

immer wieder fange ich an darin zu lesen... scheitere an den allerersten aufgaben, weil ich mir dann doch nicht wirklich die zeit dafür nehme. und genau dafür soll der monat februar jetzt da sein. nochmal anfangen, jetzt aber richtig und wenn eine aufgabe doof ist, springe ich halt zur nächsten.... und vielleicht bin ich nach vier wochen durch, vielleicht aber auch nicht. ich lasse mich überraschen und werde berichten.

31. Januar 2020

#gutevorsätzeinmalanders ...fazit januar

ich löse auf, ich habe es nicht geschafft und schreibe diesen artikel jetzt bereits zum 4. mal um. am 1. januar hatte ich ihn ganz selbstbewusst den ich kauf-nix-neues-januar genannt. zwischendurch war ich ganz optimistisch tatsächlich ganz ohne "außer der reihe"-einkäufe auszukommen. es hat nicht geklappt.
neu gekauft habe ich einen wandkalender. gut, da macht ein gebrauchter vom vorjahr tatsächlich wenig sinn. und im büro geht´s nicht ohne.
und der rest? ich sag´ nur kleinanzeigen. die es sonst jederzeit in beliebiger menge bekommt, sind hier mangelware. bestimmte dinge gibt es ab und an... wer dann aber zögert zieht den kürzeren. also dem vorsatz zuliebe ganz verzichten... oder ihn ähhm sagen wir mal dehnen. gebraucht gekauft ist schließlich immer noch besser als neu gekauft, oder?

alos habe habe ich doch etwas gekauft. genaugenommen sofakissen... nicht, dass wir nicht welche hätten. jeweils marimekko, jeweils gebraucht... sogar nur ein stück meterware. allerdings eines nachdem ich schon lange suche. ein ganz bestimmtes muster in genau der passenden farbgebung. außerdem einen regenmantel und eine cardigan und ein buch.

gekauft habe ich die dinge übrigens innerhalb von 48h. zack, zack, zack... es scheint als wäre der damm einmal gebrochen, gäbe es kein halten mehr. psychologisch lässt sich das sicher erklären. der küchenpsychologe in mir begegnet einfach ein immer wieder bei mir selbst zu beobachtendes phänomen.

und dennoch sind die käufe nicht unüberlegt. der cardigan hat die farbe um die ich schon länger herumstreife, hat einen schnitt den ich mir sehr gut an mir vorstellen kann und ist von einer marke, die ich bereits kenne. das ganze zum kleinen preis. und der regenmantel… konnte ich die ganze zeit schon gebrauchen, wollte ich nicht mit der rennradregenjacke ins büro. und für alle die sich mit gebrauchtkäufen immernoch schwer tun... eine einsparung von ca. 250 euro gegenüber der UVP oder -60%.

was nehme ich also aus dem monat #gutevorsätzeeinmalanders für mich mit? kaufpausen tun gut. sie verlagern den fokus weg vom dauerkonsum, geben anderen themen den vortritt. und wenn ich doch etwas kaufe, gilt es darauf zu achten eben doch nicht alle dämme brechen zu lassen. 2012 habe ich auf dem blog mal eine matrix zu kaufentscheidungen veröffentlicht. seitdem hat sich in meinem kaufverhalten viel verändert... eine ergänzung ist sicher angebracht.

darüber hinaus hat sich über das kaufen oder besser das nicht kaufen noch etwas anderes verändert. ich habe mit dem gebraucht verkaufen begonnen. und so diesen monat genau so viele dinge verkauft wie gekauft... in der bilanz also eigentlich ein nullsummenspiel, wenn auch nicht aus budgetsicht. aber dazu ein ander mal mehr.... genauso wie zu den guten vorsätzen für den februar.

27. Januar 2020

der andere moment... nie wieder!

man wird ja nochmal sagen dürfen...
war doch nur ein scherz... 
im stadion sind halt immer ein paar idioten...
das wird doch wohl keiner ernst nehmen... 
das ist doch nur ein whatsapp-filmchen…  
nein, nein und nochmals nein! 

wir tragen zwar nicht die schuld an etwas, dass in generation unserer großeltern oder gar urgroßeltern getan wurde, aber wir tragen die verantwortung dafür, dass es nicht noch einmal, dass es nie wieder passiert. nicht nur an jahrestagen, sondern an jedem einzelnen tag. nicht weil wir deutsche sind, sondern weil wir menschen und es in unserer hand liegt unmenschliches zu verhindern.

 
 

18. Januar 2020

15. Januar 2020

#gutevorsätzeeinmalanders ...zwischenfazit januar

an tag drei beginne ich eine liste anzulegen... der dinge, die ich im `ich-kauf-nix-neues´-januar nicht kaufen werden, aber doch haben will. ich habe in den letzten tagen wie gewohnt die kleinanzeigen durchstöbert, dabei über die ausnahmereglungen der ich-kauf-nix regeln nachgedacht. habe dinge auf die merkliste des großen online-kaufhauses gesetzt. schwelge in der frage um welche farbnuance ich meine garderobe gerne erweitern möchte. alles neu macht der jahresanfang... wir optimieren unsere garderobe, unser wohnumfeld... unser leben?

ich bin kein freund von veränderungen und gleichzeitig getrieben vom wunsch nach veränderungen. würde das wohnzimmer gerne umräumen, vielleicht irgendwo eine neue farbe an die wand bringen, vielleicht farbige bettwäsche... oder doch lieber graue aus leinen? die liste ließe sich endlos fortsetzen.... lauter schöne dinge.

mein erster außer der reihe kauf ist getätigt, da ist die erste kalenderwoche noch nicht vorüber. holzlasur für den ersatz des im letzten sommer vom sturm zerstörten gartenzauns. gilt das schon als kauf außer der reihe? funktionieren würde der zaun sicher auch ohne. hübscher wird er so aber schon. lasiert ist der zaun bisher noch nicht... der winter lässt zwar auf sich, zu nass ist es dennoch.

was für ein luxux. klassiche first-world-problems. irgendwie fühle ich mich schlecht. nicht, weil ich nichts kaufen darf, sondern weil ich feststelle wie unüberlegt ich mein geld sonst ausgeben und mich hier mit fast philosopischen fragen zu kaufen und nicht kaufen beschäftigen kann. minimalismus und konsumkritik als zeichen des überflusses. autsch!

doch genau damit zeigt der monat doch schon seine gewünschte Wirkung. schafft bewusstsein, verhindert schnellschüsse und sorgt tasächlich dafür, dass trotz gelegenlicher ausflüge in irgendwelche onlinestores, mehr geguckt wird als gekauft. 


11. Januar 2020

#samstagskaffee ...mit bond im bett?

jetzt mal unter uns... ist es überhaupt erstrebenswert sich an einem samstag morgen das bett mit james bond zu teilen? eher nicht... mit martinis mag er sich auskennen, morgens ist mir aber doch eher nach kaffee. außerdem meine ich mich zu erinnern, dass die meisten seiner bettgespielinnen recht früh das zeitliche segnen. 
da ist es mir doch lieber, wenn die geheimagenten nur die wochendmagazinbeilage schmücken und der kaffeelieferant der gleiche wie unter der woche ist. kaffee im bett gibt´s nämlich nicht nur samstags. 


6. Januar 2020

#drübernachgedacht ... über den umgang miteinander

lieber autofahrer,

irgendwie verstehe ich dich ja... du willst einfach nur möglich schnell an deinem ziel ankommen. rote ampeln, stau... das alles nervt. da stimme ich dir vollkommen zu.

doch an einer klitzekleinen stelle möchte ich einen zarten hinweis geben, dir etwas ans herz legen... und sagen... du bist nicht allein. ihr seid nicht allein, ihr seid nicht die einzigen auf der straße. euer gesamtgewicht von über einer tonne auf vier reifen rollenden bleches gibt euch vielleicht das gefühl, dass die straßen nur für euch erbaut sind... aber, und es tut mir beinahe leid euch diese illusion rauben zu müssen, sie sind es nicht. und ich meine nicht lkws oder busse.

nein, ich meine fahrradfahrer. diese unscheinbaren zweirädrigen gesellen, die auf gerader strecke so viel langsamer seid als ihr. so doof das klingt. auch sie sind verkehrsteilnehmer und auch sie dürfen sich auf asphalt bewegen.

mit dem rennrad begnüge ich mich zumeist mit dem seitenstreifen. durch den dreck des fahrbahnrandes wühlen macht nicht immer spaß, aber so ist das halt. ist kein seitenstreifen vorhanden, begebe ich mich auf die fahrbahn. nicht weil ich dich ärgern möchte, sondern weil ich genau wie du diese strecke nutzen möchte und darf.

auf der radstrecke gibt es da diese eine stelle... für dich, das stück K174 durch den wald richtung rodgau. der fahrstreifen teilt sich zu gunsten einer linksabbiegespur auf,  der seitenstreifen entfällt,  markiert durch reichlich weiß auf der straße, schilder und eine verkehrsinsel. nicht zu übersehen. nur etwas schmal.

geschätzte drei meter verbleiben... inkl. deiner spiegel dürfe dein blechkleid etwa 2,10 meter in anspruch nehmen, mein lenker 41 cm. meinst du die verbleibenden knapp 50 cm reichen als abstand zwischen zwei fahrzeugen mit ca. 70 km/h geschwindigkeitsunterscheid?

viele zahlen, klingt kompliziert, ich machs ganz einfach. es reicht nicht. nicht mal weil ich angst habe, dass dein spiegel mein wasauchimmer nur knapp touchiert und mich nach dem sturz deine hinterräder zermalmen. nein. es reicht nicht. unterscheidliche gerichtsurteile legen sich auf 1,5 meter (innerorts) bzw. 2,0 (außerorts) fest.

und was bedeutet das? einfach mal warten... einfach mal den moment gedulden bis ausreichend platz zum ausscheren nach links gegeben ist. eigentlich doch gar nicht so kompliziert. würdest du in jeder anderen verkehrssituation die gegebenenfalls dein leben kostet auch tun. also mach das bitte auch, wenn es nur um mein leben geht.

hochachtungsvoll
ein radfahrer

2. Januar 2020

persönliches... frohes neues

das neue jahr ist nicht ganz zwei tage alt und hat es doch irgendwie in sich, es zeigt, dass...
... die weihnachtseinkäufe locker bis ins neue jahr reichen
... wienerwalzertanzen in der silvesternacht im wohnzimmer viel mehr spaß macht als am frostigen bahnsteig
... das vorhaben einmal die woche mit dem rad ins büro zu fahren bei glätte vielleicht keine so dolle idee ist (*autsch*)
... ideen und pläne ganz anders ausgehen können als gedacht und es trotzdem gut wird

mal schauen wie es weiter geht... hauptsache gesunnd und munter, der rest wird schon werden.

1. Januar 2020

#gutevorsätzeeinmalanders ...ìch-kauf-nix-neues-monat januar

wer kennt das nicht... das alte jahr fast vorüber, ein bisschen weihnachtsspeck, ein bisschen zwischenden jahren bummelei und schon sprudeln wir über an guten vorsätzen für das neue jahr. nur um sie nach wenigen tagen wieder zu vernachlässigen oder ganz sein zu lassen. nur menschlich so ein verhalten.

zwei monate, jeden tag... dann klappt es eine gewohntheit wirklich zu ändern, habe ich mal gelesen. der erste schritt ist der allerwichtigste sagen andere... der erste #plasticfreejuly hat gezeigt wie veränderung bei mir persönlich am besten klappt. einfach mal anfangen, drüber schlaumachen und drüber reden/schreiben... für nahezu jedes thema kann wissensdurst und mitmachmotivation entstehen, wenn der anfang erst einmal gemacht ist.

weniger zucker, mehr sport, weniger plastikverpackungen, weniger mit dem auto ins büro fahren, mehr dies, weniger das...schwierig wird es, wenn wir uns zu viel vornehmen... verlieren schnell den überblick was von all dem es jetzt wirklich wert ist dran zu bleiben.

die letzten jahre habe ich es mit den vorsätzen daher meist ganz gelassen. ist aber ja irgendwie auch unspannend. für dieses jahr gibt es einen anderen plan. ab januar gibt es einen guten vorsatz pro monat. also zwölf mal ausprobieren wie es ist einen monat lang etwas anders zu machen als bisher.
das motto für januar steht auch schon...  
`ich-kauf-nix-neues´-monat - januar
keine haushaltsgegenstände, keine bücher, keine klamottten, keine schuhe... kühlschrank und vorratskammer werden natürlich trotzdem weiter befüllt. für alles andere wird eine `will-ich-aber-unbedingt´-liste erstellt... auf die kann ich ja später mal wieder drauf schauen. und für februar...? da fällt mir sicher auch noch etwas ein.