7. Januar 2021

#gutevorsätzeeinmalanders ...ich kauf` nix januar (der zweite)

nachdem das letztes jahr gar nicht so schlecht funktioniert hat, habe ich mich auch in diesem jahr wieder dazu entschlossen. 

einen monat lang den konsum zurückschrauben und auf alles verzichten, was nicht so wirklich notwendig ist. lebensmittel dürfen natürlich trotzdem gekauft werden... bei allem anderen gilt es abzuwägen. 
die instagrammerin @minimalismusverena hat zu einer drei monatigen no-buy-challenge aufgerufen bei der geschenke z.b. erlaubt sind. darüber hinaus kann eine bestimmte anzahl von jokern pro monat festgelegt werden. 
im letzten jahr hätte die jokerregelung für den januar bei mir für ein positives endfazit gesorgt. damals waren, und sind es vermutlich heute noch, ebay-kleinanzeigen mein großes laster. ich habe diesmal tatsächlich darüber nachgedacht die app, genauso wie die einen seeeehr großen onlineversenders, aufs erste zu löschen. gemacht habe ich es allerdings noch nicht.  

da heute schon der 7. ist, ist erste woche schon rum. und das bisherige fazit? marimekko macht werbung für sale und ich bin froh, dass alles was mich interessiert schon weg ist. 
gekauft habe ich zweierlei. beides geschenke, eines hätte eigentlich schon weihnachten verschenkt werden sollen. das zweite wird am 31. abgegeben. 

zugegebenermaßen macht der aktuelle shutdown und die damit verbundenen ladenschließungen die sache eher einfach. ich versuche schon länger nur noch wenn es gar nicht mehr anders geht online zu kaufen.... und sonst gibt es gerade ja nicht viel. ja, ich wüsste schon welcher der großen supermärkte im umkreis umfangreiche dekoabteilungen anbietet... und in der drogerie lässt sich sicher auch mehr erwerben als zahnpasta. aber gerade im moment ist mir das ziemlich egal. schauen wir mal, wie es weiter geht. 




1. Januar 2021

persönliches... frohes neues


 ... auf eine wunderbares neues jahr. 

3. November 2020

draussen... #herbstmomente auf der streuobstwiese



nach reichlich grauen tagen reißt der himmel auf... golden liegt die herbstsonne auf dem laub. in die gummistiefel geschlüpft und aufs rad geschwungen... solawi ist mehr als nur biogemüse vom bauernhof. 

beteiligung durch arbeitseinsätze ist gewünscht. an diesem sonntag versammeln sich bestimmt zwanzig erwachsene und ein haufen kinder auf der streuobstwiese in der nachbarschaft. körbe und eimer werden verteilt, die bäume geschüttelt, die früchte aufgelesen. es wird geplaudert und gelacht, rezeptideen für das gemüse der letzten lieferung getauscht.

beeindruckend die sortenvielfalt. ganz kleine äpfel, hart und sauer... große perfekt geformte, wie sie im feinkostladen in der auslage platz findn würden. gesammelt werden alle. auch die angedätschten. nicht mehr als 30% beschädigt ist die regel. würme und bissspuren stören nicht, da die äpfel im anschluss zu saft verarbeitet werden. saft, der in den kommenden monaten mit dem solawi-anteil ausgegeben wird. zum ende des tages sind es etwa 1,2 tonnen sind es geworden. 

auf dem heimweg steht die sonne tief, der körper ist erschöpft. feldarbeit ist harte arbeit, aber gut für´s gemüt.


16. Juli 2020

#plasticfreejuly ...h wie häkelnetz und andere tütenalternativen

die gemeine plastiktüte ist bäbä! das haben wir in der diskussion über den klimawandel als allererstes gelernt. die stattdessen verkaufte papiertüte aber auch suboptimal. sie ist ebenfalls ein nahezu einmalprodukt, doch auch für ihre herstellung werden ressourcen benötigt. und was nehmen wir stattdessen... ?

omas jutebeutel… wäre doch eine gute idee. bei uns in der schublade liegen bereits einige. fehler erkannt... in der Schublade. besser liegen sie natürlich in der handtasche, im Auto, der jackentasche oder was wir sonst beim einkaufen dabei haben. mein lieblingsbeutel ist schwarz, das geschenk von einer guten Freundin und trägt den aufdruck "less is more" von mies van der rohe... passt irgendwie zum thema.

auch gerne genutzt ein häkelnetz... ja, noch mehr oma-style... die wussten halt was gut ist. wobei ich zugeben muss meine oma nie mit häkelnetz gesehen zu haben. meines ist selbstgemacht. wer irgendein stabiles garn (in meinem fall küchengarn aus einem französischen supermarkt im urlaub) und etwas zeit mitbringt, kann das selbst ohne profi-häkel-kenntnisse.
vorteil von lieblingsstücken mit persönlichem bezug… man verliert sie nicht so leicht, weil man viel besser darauf acht gibt. zu fuß und mit dem einkaufsrad nutze ich total gerne meine gebraucht gekaufte korbtasche. da geht viel rein... sie passt zum sommer und ist wie die beiden zuvor genannten varianten sogar plastikfrei.
wenn ich mit dem auto unterwegs bin benutze ich am liebsten die goßen weißen ikea-kunststoffkisten. sie dienen bei uns als wäschekörbe oder aufbewahrungsboxen und passen sonst auch ganz hervorragend in den einkaufswagen. auch für das meist sandige solawi-gemüse sind sie ideal. kurz mit wasser ausspülen und sie sind wie neu.

natürlich lassen sich genau so gut ein rucksack, fahrradpacktaschen oder ein korb verwenden. wenn es doch so einfach ist... warum schreibe ich dann darüber. weil es auch bei mir einen Moment gebraucht hat. weil ich am anfang einfach papier statt Plastiktüten gekauft habe... weil es erst nach und nach geklappt hat die option des tütenkaufs erst gar nicht mehr in betracht zu ziehen. geholfen hat mir dabei zu sehen, dass andere das ja auch tun... und die suche nach den für mich am besten funktionierenden lieblingslösungen.






15. Juli 2020

#plasticfreejuly ...m wie milchprodukte

am besten wäre es die milch beim kälbchen und damit bei der kuh zu belassen. keine frage. zwischendurch immer mal mit ersatz experimentiert. mandelmilch- und joghurt, reismilch oder kokosjohurt… kann man alles essen. schmeckt mir aber ehrlich gesagt nicht. gerne schraube ich meinen fleischkonsum auf ein minimum zurück... bei der milch würde ich es aber gerne belassen. 

die milch aber auch joghurt, sahne und créme fraiche lassen sich problemlos in pfandflasche bzw. -glas kaufen. feta gibt's beim internationalen supermarkt um die ecke problemlos in die mitgebrachte dose... über was also hier noch schreiben? 

die verpackung das eine... die herstellung und die transportwege das andere. berchtesgardener weidemilch ist etwas feines... bis ins rhein-main gebiet ist diese aber eine ganze weile unterwegs. noch dazu in glas ergibt das keine besonders prickelnde ökobilanz. daher gilt es eine regionale alternative zu finden. die regionale milch aus´m supermarkt in pfandflaschen legt nur etwa ein zehntel der strecke zurück. 

besser in der bilanz ist da nur noch der bauernhof um die ecke. 4 km einfache strecke. mit dem einkaufsrad hin und zurück inkl. milch an der milchtankstelle zapfen keine stunde. 

daraus joghurt und frischkäse zu machen ist nicht schwer. nur ein bisschen zeit sollte man mitbringen. das erhitzen der milch mach ohnehin sinn, da bakterien so bekämpft und die haltbarkeit verlängert wird. das joghurt machen hat auch schon einmal überhaupt nicht funktioniert. wie bei vielem anderen auch lohnte sich aber der zweite anlauf. 
der frischkäse lässt sich natürlich genau so gut aus gekauftem herstellen. bei verwendung von zehn prozentigem griechichen joghurt soll er besonders cremig werden. 

für mich sind ein paar aha effekte dabei. es ist alles einfacher als gedacht... braucht aber zeit. erhitzen, abkühlen, festwerden lassen, abtopfen lassen... und es braucht einen halben liter milch für ein gläschen frischkäse. und wenn ich auch weiterhin die milch nicht allein beim kälbchen lassen möchte, wird einem so doch bewusst wie viel aufwand in etwas steckt, was wir sonst für ein paar cent irgendwo kaufen und früher auch einfach weggeworfen haben, wenn das haltbarkeitsdatum abgelaufen war. 

das passiert bei selbst erstrampelter milch sicher nicht. wenn die tour am sonntagabend auch als wunderbarer sommermoment in erinnerung bleiben wird. 

14. Juli 2020

#plastikfreejuly ...k wie küchenutensilien

hand auf´s herz... wie viele dinge habt ihr für die küche schon gekauft nur um sie irgendwann wieder zu mülltonne zu tragen? der angeblich hitzefeste kunststoff pfannenwender, der sich im vorderen bereich irgendwann aufzulösen beginnt und kleine teile verliert? die zerbrochene plastikzange? der messergriff, der sich mit zeit löst und abfällt... ist ja nicht schlimm, kostet ja nicht viel und der kaffeeröster hat sicher die tage mal wieder einen neuen schäler im angebot.
stimmt... so lange unsere entscheidungen nur auf basis finanzieller rahmenbedingungen getroffen werden... und selbst dann gilt es genauer hinzuschauen. die Zange die seit jahren verwendung in der küche findet ist aus edelstahl und ein design von wilhelm wagenfeld. ja... jetzt dreht sie uns wieder so einen nobelkram an. nein, eben nicht. die zange hat mir meine mutter irgendwann in die hand gedrückt, brauchte sie nicht mehr. kostete mich keinen cent, ist in benutzung mindestens seit meiner kindheit... egal was sie mal gekostet hat, der gegenwert ist lange wieder drin. heute ist sie für etwa 15 euro in den kleinanzeigen zu finden. plastikfrei, hält vermutlich ein leben lang.

natürlich kann man beim möbelschneden schnell und billig an einen schneebesen kommen... ab 99 cent. doch wie lange hält der? den rührblitz von wmf verwende ich seit dem studium, sieht aus wie neu, in den kleinanzeigen findet man ihn ab 12 euro aufwärts. macht jetzt schon weniger als einen euro im jahr.

von meiner oma habe ich noch einen edelstahl-pfannenwender... mit jedem zur hand nehmen stelle ich mir die frage wie viele jahre der wohl schon auf dem buckel hat. einziger nachteil... er verkratzt im zweifelsfall andere oberflächen.

für alles empfindliche ideal, der holzpfannenwender... ist hitzebeständig genug für die pfanne... kommt bei uns sogar in die spülmaschine. und wenn er mal nix mehr ist, geht er auf den kompost.

vermutlich würde ich endlos weitere dinge finden. egal ob neu oder geerbt... plastik ist wenig hitzebeständig, gilt als potentiell krebserregend und sollte daher besser nicht im zusammenhang von hitze und essenszubereitung verwendet werden. empfehlungen sprechen sich in diesem fall sogar tatsächlich dafür aus z.b. plastikpfannenwender direkt zu ersetzen und zu entsorgen und nicht mehr weiter zu nutzen bis sie den geist aufgeben. müllreduzieren hin oder her... an der stelle steht der gesundheitliche aspekt im vordergrund.

13. Juli 2020

#plasticfreejuly ... f wie füller und andere schreibwaren

dem papierlosen büro komme ich dank coronabedingtem home-office mit nicht installierbarem drucker in den letzten wochen erheblich näher. nach gefühlt acht wochen wurde mir aber klar, dass trotz all der tollen tools für gemeinsames digitales arbeiten etwas fehlte.
mit stift und papier kann ich einfach besser denken... kleine entwürfe für powerpoint-folien, mindmaps als besprechungsmitschriften, kleine cartoonfiguren, die in all zu langatmigen besprechungen entstehen. für all das braucht es papier und vor allem einen stift. meinen füller hatte ich zum glück ebenfalls aus dem büro mitgenommen. einen füller…?
vor 1 1/2 jahren hatte ich hier auf dem blog von dem versuch berichtet mit füller, tintenfass und -converter die bis dahin genutzten einweg tintenroller zu ersetzen. das hat funktioniert... ziemlich gut sogar. fineliner verwende ich gar nicht mehr. den  füller beinahe täglich. 
nur an eines hatte ich nicht gedacht... zum füller auch das tintenfass einzupacken. der füller leer, das kaufhaus im nachbarort geschlossen... online kaufen ja oder nein? letztendlich hätte ich viel lieber der wenigen existierenden schreibwarenläden mit meinem kauf beglückt, aber manchmal lässt sich das nicht ändern. meiner arbeit hat es gut getan, wieder mehr mit den fingern zu denken... alles wird die schöne neue digitaliserte welt dann doch nicht ersetzen können.
füller sind nicht die einzigen "schreibwaren", die es zum nachfüllen gibt... für die von architekten und grafikern gerne genutzten copic-marker gibt es nachfüller in 275 farben. die sind zwar auch aus plastik, ersparen aber den neukauf der gar nicht so günstigen marker.
über einen online zeichenkurs wurde ich darauf aufmerksam, dass es brush-liner des japanischen herstellers pentel auch mit patronen gibt.
wie bei vielem lohnt sich auch hier die suche nach wieder verwendbarem.