16. Juli 2019

#plasticfreejuly ...m wie mückenkerzen DIY

also eigentlich anti-mücken-kerze, wer will schon eine kerze die schnaken anlockt...

mücken zu verjagen ist ganz einfach... die viecher mögen `citronella´ nicht. der duft des öles der aus zitronengras gewonnen wird. citronella-kerzen gibt´s im handel ohne ende... warum also selber machen?

die im handel erhältlichen kerzen sind aus paraffin und damit aus erdöl oder braunkohle hergestellt. warum das abbrennen von paraffin kerzen also gar keine sooo gute idee ist beschreibt der artikel auf der seite von code-check sehr gut. soja- oder bienenwachs sind da sie deutlich bessere idee.

es gibt auch wunderschöne sojawachs-duftkerzen zu kaufen. vom preis her recht happig... und keine mit citronella. also selber machen...

weihnachten hatte ich schon einmal sojawachs-duftkerzen selbstgemacht und verschenkt, nach einer idee von bildschoenes. weihnachtlich mit zimt- und orangenöl, sojawachs und dochte und das apothekerglas waren daher noch haus.

das citronellaöl ordert man am besten in der apotheke... ich dachte ich lege es einer sowieso benötigten online-bestellung bei... falsch gedacht. wie immer, wenn ich mir mühe gebe möglichst viel für eine bestellung zu sammeln, kommen am ende viele kleine päckchen mit reichlich verpackungsmüll *grummel*
- apothekerglas oder ein anderes hübsches glas
- sojawachs
- citronella bio-öl
- docht
- wachsklebeplättchen oder heißkleber
- holzstäbchen zum umrühren
- großes glas für das schmelzen im wasserbad
- wäscheklammer

- etikett (geht natürlich auch ohne)

den docht am glasboden des apothekerglases fixieren. irgendwo lagen bei uns noch wachsklebeplättchen rum, die funktionieren super. heißkleber tut es angeblich auch. das sojawachs im wasserbad zum schmelzen bringen... 10-15 tropfen öl hinein, mit dem holzstäbchen umrühren. das wachs ins apothekerglas gießen und den docht mit der wäscheklammer mittig fixieren. abkühlen lassen, docht kürzen, etikett aufkleben fertig.

15. Juli 2019

#plasticfreejuly ...l wie lesestoff

knapp sechstausend seiten habe ich dieses jahr gelesen... dabei würde ich mich nicht mal als leseratte bezeichnen. doch im urlaub mit dem camper oder auf der autofahrt zum verwandtenbesuch am wochenende liest sich schnell mal was weg. hart ist der moment, wenn das gerade so liebgewonnne buch sein ende erreicht. schnell muss nachschub beschafft werden.

mit viel zeit durch liebevoll sortierte,  inhabergeführte buchläden schlendern... klingt fein, klappt aber fast nie. bücher kaufe ich eher so nebenbei. dabei mag ich buchläden doch sehr... und halte sie für einen wichtigen baustein örtlicher infrastruktur.

wenn doch onlineshopping nicht so schrecklich einfach und bequem wäre... also, was tun?

im buchladen bestellen und abholen. anrufen, isbn-nummer durchgeben und am nächsten tag mitnehmen. schneller geht auch online-shopping nicht. und beim abholen findet sich meist noch etwas zum mitnehmen über da sich sonst nie gestolpert wäre. dafür extra in die innenstadt? kombiniert mit einem besuch beim metzger oder gemüseladen eigentlich gar nicht so schlimm.

besser wäre es noch bücher zu lesen, die eh schon da sind. verleihen oder weiterreichen im famlien- und freundeskreis machen wir recht häufig. an einem der zahlreichen bücherschränke die mittlerweile in städten zu finden sind habe ich mich noch nicht bedient. in der bibliothek bei uns in der firma steht ein regal mit büchersprenden... wer bücher übrig hat, bringt sie her, wer eines habe möchte lässt eine spende für einen guten zweck da. auch eine gute idee.

wenn es aber doch etwas ganz bestimmtes sein soll, schaue ich mittlerweile online in der rubrik `neu & gebraucht´. ganz oft finden sich hier angebote von sozialen einrichtungen wie den unterallgäuer werkstätten oder den elbe-weser-werkstätten. damit lassen sich gleichzeit geld und ressourcen sparen und noch etwas gutes tun.
 http://maulwurfshuegelig.blogspot.com/p/maulwurfshuegelstattmullberge.html








12. Juli 2019

#plasticfreejuly ...k wie kompost

da vor dem haus eh eine biotonne steht, ist das thema kompost eigentlich ganz unkompliziert. wäre all das was in die tonne fliegt nicht irgendwie feucht und manchmal glitschig oder gar klebrig und spätestens ab dem fünften tag auch irgendwie olfaktorisch beleidigend.

alles in einen sack rein und ab in die restmülltonne ist doch viel einfacher. ja... aber aus obst und gemüseabfällen wir, oh wunder, wieder nahrhafter nährboden für neues obst und gemüse. und den in den `restmüll´ also den riesen berg der am ende höchstens verbrannt wird zu geben ist doch irgendwie doof.

über die mitgliedschaft in solawi und der damit verbundene kontakt mit dem bauernhof ist mir noch bewusster geworden wie wichtig ein guter boden ist... außerdem fällt seit dem noch mehr grünmüll an als vorher.
zuerst hatten wir eine kleine kunststoffschale für den grünmüll. einmal am tag leeren, so der plan, anschließend in die spülmaschine. nichts was müffelt riecht oder klebt. nur ist die schale mittlerweile zu klein geworden. also wurde das müllkonzept umsortiert. der große restmülleimer wurde ersetzt durch zwei kleinere... 1x kompost, 1x restmüll. die zum system passenden eimer kommen aus den kleinanzeigen.
in den restmülleimer passen genau die "kosmetikeimer"-müllbeutel, voll wird der allerdings nur noch ganz, ganz selten. anfangs wurden für den kompost papiertüten gekauft, die aber irgendwie ganz schön teuer waren dafür, dass sie ziemlich oft benötigt werden und dann eben doch auf den müll fliegen. sitdem wird zeitung gefaltet und geklebt.

geht fix... und kostet fast nix. außer dem klebestift, der ist nämlich neu. aus glas, nachfüllbar, ersazteile gibt es notfalls auch und der kleber selbst ist aus reinem pfanzengummi mit wasser als lösungsmittel. spart jede menge plastikklebestifte, die meist eintrocknen bevor sie aufgebraucht sind.

klasse wäre jetzt noch, wenn der kompost nicht in die biotonne sondern in den eigenen garten kommt... aber irgendwie kämpfen da bisher noch ökologisches gewissen und optischer anspruch miteinander.


11. Juli 2019

#plasticfreejuly ...j wie joghurt und was dabei schief gehen kann

mittlerweile ist bei bei fast jedem einkauf ein glas joghurt dabei. joghurt im pfandglas bekommt man in allen supermärkten ziemlich problemlos. da ich die süßen fertigsorten nicht mag, kaufe ich meistens naturjoghurt.

könnte man eigentlich auch mal selber machen. ist gar nicht kompliziert. 1. hürde, brauche ich einen joghurtbereiter? gibt´s den auch mit gläsern statt plastikbechern? vielleicht gebraucht? warum verkaufen so viele ihren joghurtbereiter wieder... funktionieren die vielleicht nicht? erfahrungsberichte? ich mach´s kurz. ich habe keinen gekauft. weeeeniger konsumieren. nicht alles kaufen müssen.

joghurt braucht nur milch, einen löffel joghurt zum starten und wärme. entweder kommt das ganze dann in den backofen oder in eine isoliertasche.

habe ich ausprobiert... hat nicht funktioniert. die konsistenz wäre maximal als trinkjoghurt durchgegangen. also fehlersuche. wenn der joghurt in die milch gerührt wird, darf diese nicht zu heiß sein. das war meine auch nicht. allerdings hatte ich sie nur bis etwa 50 grad erhitzt... und dann abkühlen lassen. das war vielleicht zu wenig. noch dazu fand mein versuch im frühjahr statt. die heizung nach dem urlaub gerade erst angeworfen... eine isoliertasche hatte ich auch nicht zur hand.aber extra eine isolier-/kühltasche kaufen? da gibt´s ja schon ganz hübsche... stop! weniger kaufen. nicht mehr.
 
die tage fiel mit dann aus einem versandkarton reichlich verpackungsmaterial entgegen, dass hervorragend isoliereigenschaften aufweist. passend zugeschnitten, gummi drum... das könnte funktioneren. ausprobiert habe ich es noch nicht... wird aber noch gemacht.

http://maulwurfshuegelig.blogspot.com/p/maulwurfshuegelstattmullberge.html


10. Juli 2019

#plasticfreejuly ... i wie "ich will eis!"

als säugling keine woche aus dem krankenhaus daheim durfte ich den ersten eislöffel abschlecken... das hinterlässt spuren. ich lieeeebe eis. mittlerweile auch gerne mit anspruch.... kleine eismanufaktur stellt in liebevoller handarbeit zartschmelzendes grüne-sauce-eis her... genau meine welt.

in der eisdiele jetzt noch eine waffel ordern und #plastikfrei ist kein problem. oder einfach hinsetzen und vor ort genießen...

meine favouriten nicht nur für heiße tage:
la maison du glace... ich sag´ nur grüne sauce eis oder milchreiseis, oder...
die eisdielerin... sauerampfereis
kleine eismanufaktur...  nichts dabei was nicht schmeckt
eis greissler... ziegenkäse eis


jeden tag eisessen gehen geht dann aber irgenwann doch ins geld... und gerade im hochsommer will ich manchmal einfach mit meinem eis auf der couch lümmeln. früher wäre der großpack eis-am-stiel eine option gewesen... heute meide ich ihn. zu viel verpackungsmüll.

vor vier jahren habe ich mir mal mega ambitioniert eine eis-am-stil-form gekauft. der erste versuch `gin tonic eis´ sah zwar mega schick aus, der rosmarinzweig kratzte auf der zunge... und gedauert hat´s ewig. dementsprechend waren von den 24 mitgelieferten holzstilen dieses jahr noch vier in der packung. dabei ist die form gut.
wer mag bekommt die eisformen auch aus edelstahl. ich werde meine aus plastik behalten so lange sie tut... denn was eh schon da ist, sollte man ruhig weiter benutzen.




neue holz-eisstiele habe ich leider nur online gefunden... kamen mal wieder in folie verpackt, aber wir haben ja jetzt 200 holzstiele lang zeit das wieder aufzuwiegen.


damit das klappt, nicht viel aufwand wird und lecker schmeckt, die zwei einfachtsen eisrezepte allerzeiten...
erdbeereis
naturjoghurt (pfandglas)
marmelade (z.B. selbstgekochte)

die erdbeermarmelade glatt rühren und schlieren unter den joghurt ziehen... die marmelade bringt genug zucker mit...

zitroneneis
naturjoghurt (pfandglas)
zitronensaft (frisch gepresst oder aus der glasflasche)
etwas zucker

gründlich verrühren, damit sich der zucker auflöst... fertig zum einfrieren.

ich lasse die masse immer leicht anfrieren und stecke dann erst die stiele rein. dann kippen sie nicht und bleiben an der richtigen position. in fünf minuten gemacht... nach etwa 5 stunden gut durchgrfroren und sevierbereit.

zugegebenermaßen ist das rezept fast zu simpel um es hier zu teilen. aber hey... es schmeckt. sehr sogar. kommt plastikfrei daher... und lässt sich auch sicher noch ausbauen. fettreicher griechischer joghurt? andere marmeladen? bananenmuß? schokoüberzug? der sommer ist ja noch lang.

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9. Juli 2019

#plasticfreejuly ...h wie haarspülung vs. conditioner

lange mit der code-check-app im drogerieregal nach dem passenden conditioner gesucht, den ein oder anderen probiert, fazit... alles was nicht reichlich silikone (bäh, böse) enthält ist bei meinen haaren einfach schrott. sicher, man soll sie nicht jeden tag waschen... ist aber halt so.

im netz immer mal von einer sauren rinse gelesen. essig ins haar? der gehört doch in den salat. erst als eine seeehr gute freundin mehr per zufall erzählte, dass sie es probiert hat und es tatsächlich taugt, habe ich mich ran getraut... was soll ich sagen... perfekt.

ich könnte euch jetzt langweilen mit wasserhärte (viel kalk im wasser oder nicht) und ph-werten, einfach gesagt sorgt das essigwasser dafür, dass sich die aufgeraute schuppige außenschicht der haare wieder legt, dass haar wird glatt, gut kämmbar und bekommt seinen glanz zurück. ganz ohne chemie.

rezepte gibts im netz zu hauf... ich nehme

2 el essig (balsamico klappt, apfelessig auch)
1 liter wasser
ein paar tropfen orangenöl

bei meiner haarlänge braucht es nicht mal den liter. in ein alte shampooflasche gefüllt reichen vielleicht 200 ml pro anwendung.

da unser badezimmerboden ein naturstein oder besser ein jura-kalkstein ist, dem der essig so gar nicht gut bekommen würde, wende ich die spülung über dem waschbecken an. klappt problemlos.
conditioner kaufe ich jetzt gar keinen mehr. ab und an etwas haaröl oder eine kur schaden aber natürlich nicht. und mal wieder die feststellung... müll einsparen ist irgendwie auch immer geld sparen.

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7. Juli 2019

#plasticfreejuly ...f wie festes shampoo, haarseife und seifenstücke

vorweg, haarseife und festes shampoo sind nicht das gleiche*. festes shampoo ist einfach haarshampoo, das kein wasser enthält. sieht aus wie ein stück seife, lässt sich mit wasser wunderbar aufschäumen und verhält sich im haar wie haarshampoo. einziger unterschied... man braucht viel weniger, dadurch hält es viel länger... bisher brauchte ich etwa eine flasche shampoo im monat, macht zwölf im jahr... jetzt eben vier stück festes shampoo in der pappschachtel.


klar war, dass das nicht funtionieren würde, wenn irgendwo im bad ein glitschiges stück seine rumschliddert... daher erst einmal eine dose gesucht und gefunden. eine alte deodose (etwa so) hatte genau den richtigen durchmesser... da die seife nach benutzung trocknen sollte steht sie zwar meist offen, schaut aber ordentlicher aus und lässt sich für urlaube gut mitnehmen.

im direkten vergleich übrigens nicht nur plastikmüll, sondern auch geld gespart. nicht nur dank der shampoomenge selbst, sondern auch dadurch, dass beim drogeriebesuch ja oft noch eine kleinigkeit mehr mit in den wagen wandert als geplant.

und zwei tips noch für alle, die sich sich mit festem shampoo gar nicht anfreunden können... das flüssigshampoo war zuletzt in pumpspender umgefüllt, sieht hübcher aus und lässt sich viel besser dosieren. darüber hinaus gibt es von manchen anbietern auch `großgebinde´zu kaufen. 950 ml-flaschen sparen zumindest einen teil des kunststoffberges ein.
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 *wer alle details wissen will findet bei pepper mynta mehr...