20. September 2019

...strejk för klimatet



murmeltiere verfügen über nur wenige schweißdrüsen und hecheln nicht. ab 20 grad geraten sie in hitzestress. das murmeltier kann tatsächlich nichts tun... wir  menschen aber sollten akzeptieren, dass das raufdrehen der klimaanlage in unseren SUVs nicht die richtige antwort sein kann.

1. September 2019

#dreckweg ...japanische häkelkunst trifft deutsche spülkultur

jetzt hat sie endgültig einen knall... spültücher. gibt´s im supermarkt, zwischen gefrierbeuteln und spülmaschinentabs, im fünferpack... und wenn die nix mehr sind kommen sie in den müll.

kann man machen... muss man aber nicht. vor drei jahren schon einmal ein blogpost zu dem thema. wer sich mit schönem umgibt, spart ungern lebensbereiche davon aus. und möglichkeiten gibt es viele...
für etwa fünfzehn euro bekommt man bei iris hantverk, georg jensen, solwang  ein bis drei zugegebenermaßen sehr schöne lappen aus baumwolle und bis 60 grand immer und immer wieder waschbar.

wer nicht online einkaufen will findet sie meist in schicken cocept stores die allerhand nettes rund um wohnen, kochen und essen verkaufen. wie z.b. bei fuchs und bente in mainz.

selbermachen geht natürlich auch. das passende garn mehr zufällig im örtlichen kaufhaus gefunden, eine vielleicht etwas schmale häkelnadel in der nähkiste. tawashi heißt die japanische häkeltechnik, die für die rillen und dafür, dass es dem schmutz an den kragen geht, sorgt. sieht kompliziert aus, wird bei draußen nur kännchen aber ganz simpel beschrieben. nur das bei mir, dank garnbreite und nadeldicke für eine reihe etwas siebzig statt der beschriebenen dreissig maschen erforderlich sind. ein bisschen zeit braucht das natürlich schon... eine beschäftigung der sich prima während dem fernsehen nachgehen lässt.

die umwelt wird dadurch natürlich auch geschont. die plastikverpackung des supermarkt-fünferpacks entfällt. die tücher habe ich irgendwann nicht mehr direkt entsorgt, sondern mit in die wäsche gegeben. mit der zeit leidet das material aber so sehr, dass das auch nicht endlos klappt. 
https://maulwurfshuegelig.blogspot.com/search/label/%23maulwurfsh%C3%BCgelstattm%C3%BCllberge

28. August 2019

persönliches... sommermomente



wenn ... man jeden morgen mit offenem cabrio ins büro fährt
         ... es im klimatisierten büro ein bisschen zu kalt ist
         ... daher immer die strickjacke mit muss
         ... kalter kaffee mit kalter milch und eiswürfeln lieblingsgetränk ist
         ... ganz viel selbstgemachtes eis gegessen wird
         ... man zweihundert gießkannen aus regentonnen befüllt im garten von freunden verteilt
        ... es bei der feierabendrennradrunde immernoch fast dreißig grad hat

        ... die playlist am warmen sommerabend mit wunderbar entspannter loungemusik überrascht
        ... abends um halb elf noch schnell marmelade gekocht wird





27. August 2019

wohnliches... #shelfie ...ein regal, viele perspektiven



auf einem schwedischen blog unter den ikea neuheiten entdeckt, als es bei uns noch gar nicht auf dem markt war. ganz schlicht hat es vom ersten moment an begeistert. botkyrka...  ein weißes stahl-u eine befestigungsschiene, lädt immer wieder zum neudekorieren, fast unsichtbar und doch stets hauptdarsteller.

26. August 2019

#maulwurfshügelstattmüllberge ...die welt retten in drei minuten


ok, die ganze welt damit zu retten ist übertrieben... aber länger als drei minuten dauert es sicher nicht.

heute schon gegoogelt? das verwenden einer suchmaschine ist so alltäglich, dass sich bereits ein verb dazu gebildet hat. bei der suchmaschine mit den vielen Gs und Os dürfen wir von etwa 64.000 anfragen pro sekunde ausgehen. und damit wird kräftig geld verdient. mittlerweile das reichste unternehmen der welt.

wir können dabei zuschauen wie reiche unternehmen immer reicher werden... oder uns gedanken machen, welche alternativen es gibt.
dabei habe ich eine suchmaschine gefunden, die auch geld verdient, dieses aber (in meinen augen sinnvoll) einsetzt um bäume zu pflanzen... ecosia.  




alle 45 suchanfragen wird ein baum gepflanzt... da summiert sich schnell was auf. die finanzberichte von ecosia sind auf der homapage abrufbar. womit überhaupt beim klick geld verdient wird, könnt'  ihr hier nachlesen.
und wie rettet ihr jetzt die welt in drei minuten, wenn das lesen des artikels doch bis hierhin schon fünf gedauert hat?
tragt ecosia.org als standardsuchmaschine in euren browser ein. bei firefox wird es unter einstellungen > suche > standardsuchmaschine sogar vorgeschlagen. jedes mal, wenn ihr jetzt im netz nach etwas sucht sammelt ihr für das pflanzen von bäumen. klingt doch gut.

14. August 2019

sportliches... packliste für die hüttentour


ab sonntag geht es in die berge. drei tage von hütte zu hütte. in den letzten jahren immer mal wieder geplant und immer wieder, witterungsbedingt, früher oder später gecancelt. die lange skiunterwsäche wird zwar noch ihren weg ins gepäck finden, doch der optimismus bleibt. ein paar regentropfen wären nicht schlimm... nur gewitter, das muss in den bergen wirklich nicht sein.
nicht auf der packliste zu finden ist etwas, das unbedingt mit muss... erste-hilfe-zeug und die nummer der bergrettung. sicher ist sicher.

profis planen ihre tour durch die berge komplett selbst... wir nicht. mit zwei geliehenen kindern im gepäck, darf es ruhig die unkomplizierte lösung sein. über einen blogbeitrag bin ich auf eine seite aus dem bregenzerwald gestoßen. die ecke kenne ich schon vom skifahren. karten, routenbeschreibung, parkausweis, vorgebuchte übernachtungen im matratzenlager der hütten... wer mag sogar mit halbpension und sogar ein busplan um wieder zurück zum auto zu finden, alles dabei. drückt uns die daumen, dass das wetter hält...
die minimalistisch schlichte übersichtskarte kommt direkt von www.bregenzerwald.at

10. August 2019

#samstagskaffee ...rennradeln im spessart


beim frühstück noch den postboten mit den neuen socken in empfang genommen, geht es kurz später aufs rad. eintausendeinhundertelf höhenmeter verteilt auf 65 kilometer. das sind knackige anstiege und schnelle abfahrten. den ersten samstagskaffee gibt´s noch zu hause, schinkenbrot und johannisbeerschorle unterwegs im gasthaus zum engländer.

9. August 2019

gesammeltes ...neues rad, neues outfit. was muss? was kann?

vor lauter euphorie über das neue rad, fast das wichtigste vergessen... neues rad, neue pedale... neue schuhe. nicht alle systeme sind untereinander kompatibel, das nicht jeder rennradschuh zu jedem pedal passt ist eine neue erfahrung. für rennradschuhe kann man ein vermögen ausgeben, wundert nicht, wirkt der sport doch manchmal wie ein riesengroßer spielplatz für besserverdiener. mehr als 300 euro für ein paar schuhe, nein danke.
das guterhaltene exemplar aus den kleinanzeigen war eine halbe größe nebendran. online ließ sich der traumschuh aber finden. fizik tempo powerstrap... schlicht, schwarz, matt, zwei klettbänder die den schuh am fuß fixieren, das wars.

trikot und hose bereits beim radkauf mitgenommen. braucht es für ein rad gleich einen berg neues equipment? sicher nicht.
mit ausnahme der schuhe und der bremsbeläge zu denen später mehr folgt, ist es dem rad herzlich egal, ob es mit jeans oder hightech radhose gefahren wird. die neue hose hat träger und sitzt die gesamte zeit über nur genau da wo sie sein soll imd das trikot passt perfekt, hat ausreichend taschen in passender größe...in beiden fühle ich mich pudelwohl, manchmal lohnt es eben doch ein wenig zusätzlich zu investieren. 

die neuen felgen, tubeless carbon-felgen... (kleiner anfall von panik, was habe ich da eigentlich gekauft)... benötigen andere bremsbeläge als normale alufelgen. noch dazu darf die felge durch das bremsen nicht zu heiß werden, das risiko einer materialschädigung ist hoch.
eine laufradtasche brauchte ich bisher nicht... brauche ich vielleicht immernoch nicht. ist aber dennoch praktisch. sind die räder im auto verstaut, ist das vorderrad stes ausgebaut. in der tasche ist alles gut untergebracht und sicher geschüzt vor herumfliegenden krempel. ich mag es einfach, wenn dinge ihren platz haben.

und der helm? alle 5 jahre sollte ein fahrradhelm spätestens ausgetauscht werden. das material wird hart bzw. spröde, die schutzwirkung ist nicht mehr sichergestellt. bei einem sturz auf den helm gilt sofort austauschen als das maß der dinge.
hatte ich beides nicht gemacht. mein letzter helm, endlos recherchiert, dann in einem laden bestellt und ewig drauf gewartet. MEIN helm. 8 jahre alt, hat meinen kopf bereits einmal vor dem sehr unsanften aufprall auf asphalt bewahrt, war mehr als fällig. anprobieren ist wichtig... die dinger sitzen soooo unterschiedlich.

das beste zum schluss... die socken. ich bin schwer begeistert... bei socken sind rennradfahrer vollkommen dogmatisch was geht und was nicht. nur jeder mit einer anderen meinung. die socken dürfen auf gar keinen fall kurz oder lang sein und müssen auf jeden fall unbedingt weiß oder einfarbig oder gar bunt gemustert sein, das jeweils andere geht gar nicht. glück gehabt, dass mir sowas völlig egal ist. bei running-cycling-pasta gibt es einen wunderbaren beitrag zum thema socken. einfach mal lesen und eine eigene meinung bilden. ich mag das grafische der farblos gemusterten socken die spielend den übergang von schwarz zu grau und weiß finden, damit die grauen flächen an rahmen, helm und trikot aufgreifen. nicht bunt, aber auch nicht langweilig.

8. August 2019

#maulwurfshügelstattmüllberge ...einfachstes diy aller zeiten


das was jetzt kommt ist sooooo simpel. das als diy zu verkaufen grenzt an eine frechheit. ich mach´s trotzdem...

immerhin geht es hier um eines der wichtigsten räder im haus. das brötchenrad. steht es die woche meist ziemlich träge am brennholzlager, fährt es wochenends wortwörtlich zur höchstform auf. laut googlemaps beträgt die fahrtzeit genau eine  minute... für immerhin 300 meter. zurück wird die gleiche zeit angezeigt, wobei doch zusätzlich ganze acht (!) höhenmeter zurückgelegt werden müssen, das sind immerhin 2,6 % steigung.... fühlt sich irgendwie viel mehr an.


entscheidend ist geldbeutel und brötchentüte einfach in die kiste werfen zu können. genau so wie alles andere, wenn das rad ausnahmsweise mal auslauf zur gärtnerei oder zum markt bekommt.
um so tragischer daher... das gummiband schied langsam dahin. bereits beim kauf in den kommentaren gelesen, dass die uv-stabilität leider zu wünschen ürbig lässt und so kam es, wie es kommen musste. erst ein band, das zweite bröselte bereits. die brötchen schienen noch inenrhalb der toleranz zu liegen... an echte einkaufstouren war nicht mehr zu denken.

gesucht wurde daher ein möglichst stabiles gummiband passender länge und ausreichender spannkraft. gefunden wurde... ein handelüblicher rennradschlauch. wer viel fährt hat ab und zu einen platten. geflickt wird der eher selten... unterwegs dauert das zu lange, darüber hinaus ist das risiko eines erneuten problems als gleicher stelle zu groß.



und der schlauch passt perfekt... das ventil abschneiden, den schlauch durch die schlaufen fädeln... auf passende länge kürzen. fertig. wie uv-beständig fahrradschläuche sind weiß ich noch nicht, aber das werden wir sehen.

gilt das schon als `do it yourself´-tip? oder zu simpel... eigentlich egal. das problem hat eine lösung. nichts neu gekauft, sondern etwas altes recycled... #maulwurfshügelstattmüllberge.

6. August 2019

#10x10challenge ...tag sechs bis zehn

die ersten fünf tage sind bereits vorbei... minimalistisch mag ich immer noch. ich stelle aber fest, dass der wunsch nach seriösem auftritt im klimatisierten büro und ein hochsimmerlicher feierabend durchaus in konkurrenz um die 10 posten auf der liste stehen. 10 tage und nur 10 kleidungsstücke (inkl. schuhe) das ist die #10x10challenge von laura.

samstag, der erhoffte regen ist endlich da und schon wird der der regenmantel kleidungsstück nr. 11. statt heiß ist es jetzt schwül... der couch ist egal was ich anhabe, mir nicht. die hose will eigentlich gewaschen werden.
 am wochenende ist es einfacher... dachte ich. bisher war ich immer der meinung, dass ich egal ob büro oder daheim immer die gleichen sachen trage... ich brauche mich nach der arbeit nicht umziehen... ich lege mich auch im hosenanzug auf die couch. aber bei schwül-warmen 28 grad will ich eine kurze hose (12/10) anziehen... würde ich im büro nie tragen, genau so wenig wie die flipflops (13/10).
montag früh. über nacht ist es kühl geworden... und grau... der sommer macht pause, mir ist nach einem pulli (14/10). die hose war am tag vorher endlich in der wäsche. ich bin froh, dass sie rechtzeitig trocken ist bis ich sie morgens anziehe.
heute wird´s einfach, dachte ich. die temperaturen ziehen wieder deutlich an... ein perfekter tag für das weiße kleid (10/10). bis beim anziehen der reissverschluss kaputt geht. kleid ist kleid. ich tausche das weiß-gesteifte, gegen ein uni-schwarzes etui-kleid (10/10).

morgen ist tag 10 und ich weiß noch nicht, was ich anziehen soll. wie gefühlt jeden tag, obwohl genaug da ist. ob 10 oder 100 teile... das `ich habe nichts zum anziehen´-gefühl muss eine andere ursache haben.
14 kleidungsstücke habe ich schon auf meiner liste. vielleicht die drei wochenendteile abziehen (flipflops-1, shorts-1, regenjacke-1) bin ich bei 11. wenn ich mir einrede, dass das weiße t-shirt die leinbluse von tag 1 ersetzt, bin ich bei 10. wenn ich also für morgen ein outfit aus vorhandenen teilen raussuche habe ich es geschafft. so in etwa...
geschafft... oder ist das jetzt geschummelt? weil ich bei regen eine jacke und am wochenende gerne kurze hose und flipflops haben will. eigentlich bin ich mit meiner auswahl ganz zufrieden. aber eine hose ist zu wenig. der schwarze rock wird es wohl doch nicht ins regelsortiment schaffen... weniger als zwei paar schuhe finde ich auch nicht gut. 
es gibt zeiten da habe ich lieblingskleidung die ich glatt jeden tag tragen könnte... mache ich aber nicht. ein kleidungsstück mehrfach anziehen, solange es keine flecken hat und frisch riecht, ja klar... aber, keine zwei tage hintereinander das gleiche outfit ins büro. so meine eigene, ganz persönliche regel. vielleicht mache ich aus den 10x10 auch einfach 15x15. dann kann ich noch etwas dazu nehmen... und mache einfach noch 5 tage so weiter.

4. August 2019

wohnliches ...ein planschrank in klein.

planschränke, fast vergessenes relikt aus der prädigitalen zeit, wo der A0 plan noch plan sein durfte.
für daheim viel zu platzraubend.. doch die kleine vaiante vom möbelschweden erinnert mit ihren vielen flachen schubladen ein wenig an das große vorbild. angemessener ort für skizzen, zeichnungen und schreibutensilien...



2. August 2019

#10x10challenge ... tag eins bis fünf

irgenwann ende juli fing laura (@lauramitulla) mit ihrer 10x10challenge an. die idee dahinter... 10 kleidungsstücke (jacken, oberteile, hosen, schuhe) auswählen und damit 10 tage auskommen.
ziel der übung ist es herauszufinden was sich gut kombinieren lässt und mit wie wenig wir eigentlich auskommen würden. eine fingerübrung für minimalisten.

geselesen hatte ich das schon oft... konsequent mitgemacht noch nie. einen versuch ist es wert. minimalistisch mag ich.
eigentlich hätte ich mir gestern gründlich überlegen sollen, was ich die nächsten 10 tage anziehen will. der schrank ist voll, doch ich habe mal wieder nichts zum anziehen. noch dazu ist es montag früh und ich breche zu einer 2 tägigen dienstreise auf. gepackt ist och nichts. für den flieger braucht es mindestens eine strickjacke (1/10), für den termin vor ort lieber ein jacket (2/10). leinenbluse (3/10), die jeans (4/10) könnte etwas warm werden... die woche sollen es über 35 grad werden. weiße sneakers (5/10) gehen auch bei der arbeit.
nach feierabend war ich noch shoppen... so war das mit dem minimalismus und den 10x10 eigentlich nicht gedacht. doch eigentlich findet nur die sommerliche graue hose wieder zugang zu meinem schrank, die zuletzt aussortiert werden musste, weil sie nicht mehr zu retten war. ein 1:1 tausch und bei der angekündigten hitzewelle unabdingbar. das t-shirt (6/10) ist auch neu. schlicht, baumwolle, perfekt zu kombinieren... außerdem suche ich schon lange nach einem weißen shirt.

die hitzewelle ist da. das outfit ein experiment... t-shirt (7/10) und rock (8/10) zu sandalen (9/10). ob eine 10-tägige challenge der richtige zeitpunkt für experimente ist? als ich morgens das haus verlasse fühle ich mich in meinem outfit pudelwohl... als ich heim komme irgendwie nicht mehr.
das weiß-gesteifte kleid (10/10) mag ich sehr... gibt mir das gefühl gut angezogen zu sein. die strickjacke hilft gegen die zu gut klimatisierte luft im büro. alle 10 teile sind damit genutzt... der morgige tag wird spannnend.
immernoch sonnig, immernoch heiß... ich krame das outfit von tag 2 wieder raus. die beiden t-shirts hatte ich am abend vorher kurz von hand durchgewaschen... 10 teile, hell und dunkel... mal schauen wie das mit dem waschen und vor allem trocknen klappt wenn alles in die maschine muss.

1. August 2019

persönliches... it´s all about cycling


vor fünf jahren habe ich ein fahrrad gekauft. ein cyclocrosser... heute würden man sagen gravelbike. damals der neuste schrei, heute weit verbreitet, für mich der sanfte einstieg in ein neues fahrgefühl.
der crosser fuhr die kürzeste zeit echte waldwege, schnell wurde er zum tourenrad. mit lenkertasche und gepäckträger hat er mich durchs liebliche taubertal, antwerpen und bis nach kopenhagen begleitet. ohne gepäcklast bis auf den mont ventoux (immerhin 1.7xyz hm) und in die dolomiten... unzählige hausrunden nicht aufgeführt. ein treuer begleiter... und doch fehlte ihm etwas. so toll sich die stollenbereifung in den waldweg gebissen hat, so wunderbar laufruhig das rad mit gepäck unterwegs ist, so viel schneller er damals als alle anderen räder im hause war, sportlich bissiges verhalten kam nicht auf. war ursprünglich ja auch gar nicht gewollt... zu groß die befürchtung, dass ein rennrad unbequem, dass fahren auf der straße nichts für mich ist.

doch mit der zeit hat sich etwas geändert. die eroica, ein rennen auf alten stahlrennern über schotterpisten, hat mich gelehrt, dass es kein mountainbike braucht um absteits des asphalts unterwegs zu sein. der auf aerodynamik ausgelegte stahlrenner, in etwa so alt wie ich, wiegt das gleiche wie der crosser, fährt sich aber deutlich schnittiger...

anfang des jahres habe ich noch zurückgezuckt...  jetzt zum ende des sommers, dem eigentlich denkbar ungünstigesten zeitpunkt zum kauf eines neuen rades habe ich zugeschlagen. schwarz wie die nacht, knapp über 7 kg. ein echter carbon renner, mit aero-felgen... ich bin mir sicher, das ding kann mehr als ich. 

31. Juli 2019

#plasticfreejuly ...z wie zum schluss eine kleine auswertung

etwa 20.000 entscheidungen trifft der mensch pro tag... ganz schön viele möglichkeiten sich `falsch´ zu entscheiden, dabei gibt´s gar kein falsch. es gibt besser oder schlechter... und viele nuancen dazuwischen. lieber kleine schritte, als gar keine.

ihr findet hier 9 aus 20.000 fragen... neun situationen in denen jeden tag entscheidungen getroffen werden. nachhaltiger leben ist kein ziel, sondern ein weg... eine lange reise mit vielen zwischenstationen auf der wir uns kontinuierlich verändern.



ich habe euch die fragen als .pdf-datei zusammengestellt. hier herunterladen, ausdrucken und euren aktuellen stand erfassen... wenn ihr das ganze dann ein paar wochen oder monate später noch einmal wiederholt wird sich zeigen, was sich auf eurem weg schon getan hat.

hier könnt ihr meine `statistik´ sehen... grau ist der stand von vor etwa einem jahr.. türkies der aktuelle. 

und ja.... da ist noch vieeel verbesserungspotential. aber schließlich brauchen wir keine handvoll leute die das perfekte plastikfreie leben leben, sondern millionen, die ihr bestes versuchen. ...und meine reise ist noch lange nicht am ende, auch wenn der #plasticfreejuly2019 heute seinen letzten tag hat.

30. Juli 2019

#plasticfreejuly ... w wie was ist anders als beim letzten mal?

der juli ist fast rum, damit läuft auch der #plasticfreejuly auf der zielgeraden ein. zeit ein kleines resumee zu ziehen. es war mein zweiter, also... was ist anders als beim letzten mal?

zu anfang hatte ich ein problem. das ein oder andere hatten wir seit letztem jahr ausprobiert,manches ist zur gewohnheit geworden... anderes klappt überhaupt nicht. außerdem hatte ich im letzten jahr schon sooo viele punkte aufgeführt, was sollte da noch neues dazu kommen?



milch und joghurt kaufe ich tatsächlich nur noch im glas... aber mich dafür bejubeln? müllreduziert einkaufen hat oft etwas mit der zeit zu tun die man dafür aufwendet. renne ich nach der arbeit schnell in den supermarkt habe ich vermutlich nicht mal einen einkaufsbeutel bei mir. passiert mir immernoch oft genug... leider.
der diesjährige #plasticfreejuly hat mich ein bisschen dazu gebracht ein versprechen zu erneuern.... wenn ich mir keine mühe gebe, kann sich bei mir nichts ändern. ich alleine bin es, die es in der hand hat.

und das hat erstaunlich gut funktioniert. mehr aufmerksamkeit auf etwas, was zuletzt höchstens nebenbei lief. ein rückblick auf das eigene handeln, die analyse was schon geschafft ist... und wo es noch fehlt. darüber hinaus ist noch etwas ganz anderes passiert...
die lust am bloggen ist zurück. völlig egal, dass ich über den juli auf instagram follower verloren statt gewonnen habe... völlig egal, dass es beiträge gibt, die letztendes nur wenige gelesen haben. ich, nur für mich, hatte eine menge spaß dabei. 



beim marmeladekochen wie beim joghurteisrühren... das dienstägliche wegräumen meiner gemüsekiste ist nicht mehr nur last... war ich doch eigentlich der meinung alles schon mal irgendwie gesehen zu haben, gibt der monat mir eine menge schub weiter zu machen. nicht nur mit den themen plastik-frei oder nachhaltigkeit, sondern zu fotografieren, beiträge zu verfassen, all das für das ich hier vor sieben jahren gestartet bin.
morgen gibt es noch einen letzten post zum #plasticfreejuly... dann sind erst einmal wieder andere themen dran. unter der kategorie #maulwurfshügelstattmüllberge wird es aber weiterhin eine grüne ecke geben. in welcher regelmäßigkeit da etwas hingestellt wird... mal sehen.

29. Juli 2019

handwerkliches... schneidebrett für den servierwagen

zwei doofe ein gedanke heißt es ja... üblicherweise wenn zwei zur gleichen zeit auf die gleiche idee kommen. gleichzeitig trifft es in diesem fall nicht... vier jahre liegen dazwischen.



wir waren samstag bei ikea und ich muss zugeben, dass ich nicht schlecht gestaunt habe als ich das högsma schneidebrett als abdeckung für den servierwagen entdeckt habe. ich nehme jetzt einfach mal an, dass da wirklich zwei auf die gleiche idee gekommen sind... auch wenn mein beitrag dazu schon ein wenig früher online ging.

27. Juli 2019

#plasticfreejuly ...v wie verpackungsfrei einkaufen

den heutigen beitrag habe ich mir bis fast ganz zum schluss aufgehoben... vielleicht weil der laden ausgerechnet im juli zwei wochen zu hatte. vielleicht auch nicht. im umkreis gibt es mittlerweile weit mehr als eine möglichkeit verpackungsfrei also unverpackt einzukaufen. ich gebe zu... ich habe mich einfach nicht getraut.
die ware ist hier nicht fertig abgepackt, sondern in großen behältern aus denen man genau die menge entnimmt, die man kaufen möchte. sozusagen ein tante emma-laden mit selbstbedienung. oft kann man vor ort auch gläser kaufen... mehr sinn macht es natürlich die eigenen mitzubringen und zu befüllen. anders als im klassichen supermarkt sollte ich mir also vorher überlegen was und wie viel ich haben will.

die tage gingen dann, glücklicherweise fast gleichzeitig, haferflocken, essig, zucker und spülmaschinentabs zur neige. nudeln und reis könnte ich auch gleich mitbringen. vielleicht noch einmal brot backen, dann ist auch die mehldose leer. eigentlich wollte ich den #plasticfreejuly auch dazu nutzen den vorratsschrank etwas zu lichten... aber ohne zucker und spülmachinentabs im haus... vielleicht ist das genau meine gelegenheit. also... bestand prüfen, gläser bereit stellen... los gehts.

die vorbereitung hat einen moment länger gedauert, schließlich überlegt man ja zuhause schon was in welchem gefäss landen soll. die milchflaschen erweisen sich dabei als ganz praktisch... wiegen weit weniger als die vorratsgläser und sollte unterwegs etwas kaputt gehen ist der verlust verschmerzbar.

im laden zuerst alle behältnisse wiegen, damit der wert beim bezahlen abgezogen werden kann. es gibt gefühlt fast alles. unterschiedlichste nudeln, reis (gleich vier sorten), ohne ende müsli, linsen, erbsen, bohnen, gewürze, verschiedene mehlsorten... außerdem unterschiedlichste seifen, zahnputztabletten (habe ich zum ausprobieren mal mitgenommen) und wasch- und reinigungsmittel aller art. überrascht hat mich, dass es auch eingelegte antipasti gibt, außerdem butter und eier.








26. Juli 2019

#plasticfreejuly ...u wie unterwegs mit dem flieger

flugscham... das wort gibt es laut der zeit schon seit 2018. fliegen ist umweltschädlich, das wissen vermutlich die allermeisten. wer mag nimmt den rechner des umwelt bundesamtes und rechnet sich das ganze einfach aus.

manchmal lässt sich der flieger aber einfach nicht vermeiden. verwandschaft am anderen ende des großen teiches? eintätige dienstreise hin- und zurück? noch dazu ist der flieger innerdeutsch ab und an unverschämt günstig im vergleich zur bahn.
 
außerdem dreht sich der #plasticfreejuly ja zu allererst einmal um plastikmüll. und wenn wir ehrlich sind entsteht davon beim fliegen jede menge. die wasserflasche für die fahrt zum flughafen wird meist nicht ganz entleert vor der sicherheitskontrolle in die tonne geworfen. im flughafen gibt es zur überbrückung der wartezeit einen kaffee im plastik beschichteten pappbecher auf die hand. im flieger wasser aus plastikbechern zu in folie eingeschweißtem essen nebst plastikbesteck und serviette. da sammelt sich ganz schön was an. und beim rückflug gleich nochmal.

zuletzt kam ich, ungeplant, beruflich den genuss business zu fliegen. in der lounge gibt es getränke aus glasflaschen und unverpackte snacks. im flieger echtes besteck und essen ohne plastikfolie. mit ausnahme der einzeln verpackten butter und der papierserviette, mein kleiner zero-waste-traum.


aber keine angst... businessflüge als zero-waste-alternative zu verkaufen fände ich ziemlich absurd! aber schon mal darüber nachgedacht sich auf den nächsten flug, wenn er schon sein muss, etwas besser vorzubereiten? eine nachfüllbare wasserflasche vor der sicherheit entleeren, anschließend wieder füllen, spart plastikflasche und becher im flieger. alternativ einen eigenen becher mitnehmen, der lässt sich für den kaffee am gate nutzen. das mitnehmen von eigenem essen in den flieger ist übrigens auch erlaubt. zumindest so lange es nicht flüssig ist.

ausprobiert habe ich das schon... die wasserflasche schnell in der security-schlange geleert, hätte ich beinahe vergessen. hinter der sicherheitskontrolle nach einem wasserspender gesucht. vielleicht bin ich zu doof... vielleicht gibt´s aber wirklich keine. also in den sanitäranlagen auffüllen. das wasser hat in deutschland sicher trinkwasserqualität. wenn die anlagen sauber sind ist das auch gar kein problem... wenn die ganze anlage allerdings schon etwas schmuddelig daher kommt... naja.
im flieger muss man sich dann ziemlich schnell ein freundliches "nein, danke." angewöhnen. schokoriegel beim einsteigen... getränk? vielleicht doch ein wasser? ist lieb gemeint, gehört zum "service" aber nein, danke.
kurz habe ich mich gefragt ob im flugzeug nicht auch recyclebare kunststoffbecher sinn machen würden. all der müll der entsteht muss doch auch bis zur ankunft verwahrt werden... und statt bergen von einmalbecher an board zu schleppen...

das CO2-problem... perfekt wäre natürlich wir würden gar nicht fliegen. wenn das nicht geht besteht aber die möglichkeit den CO2-ausstoß zu kompensieren. mit der zahlung werden dann klimafreundliche projekte unterstützt. z.B. über atmosfair oder myclimate

25. Juli 2019

#plasticfreejuly ...s wie solawi oder solidarische landwirtschaft

so ein #plasticfreejuly verändert etwas.... die größte umstellung ist nicht etwa, dass die milch jetzt aus der glasflasche kommt. hole ich sie schließlich weiterhin im supermarkt und greife nur im kühlregal an eine andere stelle. gemüsebilder ohne ende fluten den blog seit einiger zeit und das hat einen grund.
genau in der zeit in der man endjahres sentimental auf vergangenes zurückschaut und nach guten vorsätzen für kommendes sucht, bekam ich letztes jahr eine unerwartete gehaltserhöhung. irgenetwas sinnvolles wollte ich machen... aber was.

dank einer bekanntschaft aus instagram (danke eva) war ich schon vor einiger weile über das thema solidarische landwirtschaft gestolpert... überrascht stellte ich fest, dass der hof nur zwei orte weiter ist, seit meiner kindheit war ich nicht mehr dort gewesen. 
solwai. die ernte teilen... lautet das motto. jeder kauft sich mit anteilen für das wirtschaftsjahr ein und erhält im gegenzug seinen anteil am jeweiligen ernteertrag. im sommer wöchentlich, im winter alle zwei wochen. die abholung erfolgt direkt am hof oder in einem der depots in den umliegenden großstädten.
der depotdienst wird unter dem mitgleider aufgeteilt. etwa vierteljährlich hole ich kisten aus dem kühlhaus und räume sie in das depot auf der anderen straßenseite. jeder wiegt seinen anteil selbst ab, was man nicht mag oder wovon man noch zu viel zu hause hat, legt man in die `zu verschenken´-kiste.
wer mag und kann hilft bei mitarbeitsterminen auf dem feld, dabei lässt sich haunah erleben, wo das eigene essen herkommt. außerdem wird auf diese weise versucht den erforderlichen jahresbeitrag zu reduzieren. 
da alles direkt vom feld in die kisten kommt, sieht das gemüse keinerlei verpackungsmaterial... bewässerungsschläuche und abdeckfliese, die für die feldarbeit benötigt werden, werden immer wieder weiter verwendet. plastikfreier und frischer kann man gemüse in biolandqualität nicht bekommen.
der einmalbetrag von 984 € für einen solawi-anteil klingt erst mal nach einer menge geld. den anteil nutzen wir zu zweit. alles was in der kiste nicht zu finden ist, kaufen wir notfalls dazu. im winter etwas mehr... im sommer eigentlich gar nichts. ob sich das ganze über´s jahr rechnet?

ich weiß es nicht. ich weiß aber, dass ich noch nie zuvor so konsquent regioal eingekauft, bioland-qualität verkocht und neues ausprobiert habe. obst und gemüse sind nicht mehr anonyme massenware aus dem supermarktregal. insgesamt bin ich dadurch viel seltener im supermarkt.

wenn gemüse geholt wird bedeutet das auch, gerade im sommer, abends noch in der küche zu stehen um alles `lagerfähig´ zu machen. welke salatblätter entfernen, schon hält sich der rest viel länger. karotten vom grün berfreien und bloß nicht einfach in der küche liegen lassen, schnittlauch kann man hervorragend einfrieren... obst wird, sofern nicht direkt gefuttert, gerne mal zur marmelade verkocht. mein umgang mit nahrungsmitteln hat sich verändert.